Leben | Dienstag, 9. September 2003
Auffällig war gestern abend, dass nicht nur der ehemalige Kanzler-Kohl-Fernsehsender Sat1, sondern auch diverse Politiker wie Edmund »Handeln statt reden« [sic!] Stoiber auf Delling und Netzer eingedroschen haben. Stoiber auf dem Volksfest Gillamoos in Abensberg:
Ich verstehe Rudi Völler. Diese Häme, dieses In-den-Dreck-ziehen und dafür auch noch viel Geld bekommen – das muss ein Ende haben.
Jawoll. Und wer ist der Dumme bzw. zahlt die Zeche? Der kleine Mann auf der Straße. Stammtischsprüche kloppen kann ich auch!
Küche | Montag, 8. September 2003
Für zwei Personen.
Wasser aufsetzen und Penne kochen.
150 g fetten Speck bei mittelgroßer Hitze in einer gusseisernen Pfanne auslassen. Zwei in Streifen geschnittene Schalotten (keine Zwiebeln!) und vier kleingeriebene getrocknete Chilischoten dazugeben. Wenn die Echalottes Farbe angenommen haben, 100 g Tomatenmark dazugeben und mit anrösten. Verrühren. Einen Schuss des Penne Kochwassers und gleich darauf die fertigen Penne hinzugeben. Kurz durchschwenken, abschmecken, auf zwei Teller geben und mit viel frisch geriebenem Parmesan bestreuen.
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Leben | Montag, 8. September 2003
Jaja, wie schon Kai Pahl gestern bei Alles außer Sport schrieb, wird Völlers Ausrastet (Link zu Spiegel.de entfernt) von Journalisten und Bloggern völlig unterschiedlich betrachtet.
Dann will ich mal die Ausnahme sein und hier meinem Erstaunen über Völlers eingeschnappten Jähzornanfall Ausdruck verleihen: Solange Delling/Netzer zusammen moderieren, gab es noch keine Kritik, die unberechtigt oder gar unterhalb der Gürtellinie war. Wenn Rudi Völler allerdings nicht mehr nachvollziehen kann, dass die Zuschauer mal vernünftigen Fußball sehen wollen, von Leuten, die immerhin den ganzen Tag nichts anderes machen (vielleicht neben den Telefonaten mit ihren Anlageberatern) als eben Fußball spielen, sollte er vielleicht wirklich den Job wechseln. Vor allem auch, wenn er das schwache Spiel mehrfach damit entschuldigt, dass »wir beim Tabellenführer [Island, 280.000 Einwohner!] gespielt haben« – und das tatsächlich auch noch ernst meint.
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1996, als klar war, dass man sich als Gestalter allmählich auch mal mit dem Internet auseinandersetzen musste, kaufte ich das Buch »Designer’s Guide to the Internet« von Mike Zender et al. (Die Buchhändlerin damals: »Ach Gott, dieses verdammte Internet, das ist ja jetzt überall…«) Damals, zu Zeiten von Netscape Navigator 1.1 und HTML 2.0, sahen Websites meistens noch recht spartanisch und textlastig aus. Kein Wunder, waren doch 28.8er Modems das höchste der Gefühle. Die heutigen Probleme beim Webdesign hatte man damals allerdings auch schon:
Ideally, we’d all like to design simply for Netscape, since its extensions currently give the most design power. However, there is a decent chance our viewers will not be using Netscape to look at the document, especially if they are connected through one of the packaged online services such America Online or NetCruiser and are using their browsers. The trick to successful design with these variables is creating documents that look good within any of the various Web browsers that are available.
Zu der Zeit kam Netscape 1.1 gerade mit Tables:
The most significant new feature is the table, which enables the description of complex tables with variable numbers of rows and columns. [...] Netscape 1.1 goes beyond the draft specifications, enabling you to nest tables inside of an individual cell in another table. Tables are significant because they allow objects to be placed more precisely within horizontal and vertical constraints.
Tja, und dann kam die Zeit mit verschachtelten Tabellen, durchsichtigen Spacer GIFs und anderen Tricks, Objekte zu positionieren. Dafür war HTML zwar nie gedacht, aber anders ging es eben nicht.
Bis 1997 CSS kam. Damit konnte man erstmals das Layout vom Inhalt trennen: Inhalt und Struktur eines Dokuments wurden in der HTML Datei untergebracht, das Layout in der CSS Datei. Obwohl die Vorteile auf der Hand liegen (schlankere Seiten, Inhalte leichter bearbeitbar, flexible Layouts, barrierefreie Websites etc.), hat sich diese Art von Website Design merkwürdigerweise noch nicht so richtig durchgesetzt.

Wer noch Argumente für sich selbst oder seine Kunden braucht, wer fundierte Erklärungen und viele Beispiele und Anleitungen für (X)HTML/CSS Webdesign sucht, sollte sich das Buch Designing With Web Standards von Jeffrey Zeldman besorgen. Mein Exemplar ist letzten Mittwoch gekommen – am nächsten Tag hatte ich die 420 Seiten bereits durchgelesen.
Zur Zeit erstelle ich die erste Website (neben dieser Spielwiese hier), die komplett auf Tabellen Layout verzichtet und bei der alle Gestaltungselemente in eine CSS Datei auslagert wurden. Neben der Standard CSS Datei wird dort auch eine alternative CSS Datei mit größerem Text angeboten werden. Und nach den durchweg positiven Erfahrungen werde ich in Zukunft wohl nie wieder Tabellen für Layoutzwecke missbrauchen.
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Leben | Samstag, 6. September 2003
Mein Vater feiert heute seinen 70. Geburtstag. Aus dem Garten des Freundes meiner Schwester, von einem Notebook aus – eine Viertelstunde, bevor die Feier losgeht – nochmal alles Gute und weiterhin große Tenniserfolge. Und vielen Dank für alles.
Noch knapp sechs Tage bleiben Zeit, um bei der ersten ebay Auktion eines Songs aus dem iTunes Store, »Double Dutch Bus by Devin Vasquez«, mitzubieten. Der Preis steht momentan bei US $ 15.099,00.
Mehr über dieses Experiment bei 90% Crud.