Leben | Montag, 25. August 2003
Ein Artikel in der Zeit beschäftigt sich mit Formularen, Amtsdeutsch und anderen Schwierigkeiten.
[...] Das zu lösende Problem: der Einschreibebogen für die Universität Bielefeld, vier Seiten, plus zwölf Seiten Erläuterungen und Zahlencodes, die an entsprechender Stelle eingetragen werden mussten. Am Ende wurde kein einziger Antrag korrekt abgegeben. »Keiner der Schüler kam auf die Idee, dass es vielleicht am Formular liegt und nicht an ihm selbst«, sagt Grönert.
Vor nicht allzu langer Zeit war es absolut üblich, Bedienungsanleitungen von den Ingenieuren nebenher miterledigen zu lassen, siehe u.a. die berühmten Programmieranleitungen für Videorecorder, die niemand so recht verstand. Gottseidank setzt sich zumindest bei größeren Firmen die Erkenntnis durch, dass Ingenieure denkbar ungeeignet für das Schreiben von Bedienungsanleitungen sind.
Ähnlich ist es bei Formularen: auch hier sollte die Umsetzung nicht von irgend jemand, der in der jeweiligen Behörde zufälligerweise gerade nichts zu tun hatte, erledigt werden – dafür gibt es Informationsdesigner, die können das nämlich richtig gut.
Aber hier in nächster Zeit auf entsprechende Einsichten zu hoffen, dürfte vergebene Liebesmüh’ sein.
Wie man mithilfe von Photoshop aus einem natürlich aussehenden Menschen einen ziemlich künstlich wirkenden Alien mit falschem Lachen machen kann, sieht man in Greg’s Digital Archive (mit dem Mauscursor über das Bild gehen, um das Original zu sehen).
Greg selbst ist allerdings interessanterweise der Meinung, seine Retusche-Orgie hätte einen more natural look erzeugt – naja, auf Beteigeuze ganz sicher…
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Leben | Samstag, 23. August 2003
Schick-Wilkinson Sword kommt mit einem neuen vier-Klingen-Rasierer raus (wie überaus innovativ!), und Gilette kriegt Angst um seine Marktanteile und will die Auslieferung der »Quattros« wegen angeblicher Patentverletzungen gerichtlich stoppen lassen. Einen ganzen Artikel dazu gibt es bei der FAZ.
Aber hätte Gilette nicht von selbst darauf kommen können, dass nach zwei Klingen (deren Sinn ich noch einigermaßen verstehe) und drei Klingen (deren Sinn sich wohl nur noch der Marketingabteilung erschließt) folgerichtig – und mathematisch durchaus korrekt – irgendwann mal irgend jemand vier Klingen als einzig vernünftige Art, sich zu rasieren, anpreisen wird?
In zehn Jahren wird man sich wahrscheinlich fragen, wie man je ohne siebzehn-Klingen-System eine vernünftige Rasur hinbekommen hat.
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Musik | Freitag, 22. August 2003
Vor kurzem Jacqui Naylor entdeckt – was für ein wunderbarer Name…
Und allein die Tatsache, dass man bei ihr alle Stücke anhören kann, auch ohne dass man die 13.000 Cookies pro Session setzende und ständig nach Hause funkende Real Audio Software installieren muss, macht mich zum Fan von ihr – ganz abgesehen von der Musik.
Anspieltipp: Winter (mp3)
Küche | Freitag, 22. August 2003
Notiz an mich selbst – unbedingt ausprobieren: Lachs aus der Spülmaschine.
Die Spülmaschine hat nämlich einen Vorteil: Der heiße Wasserdampf hat über die ganze Spülzeit hinweg immer die gleiche Temperatur von etwa 80 Grad – geradezu ideal, um etwa Fisch zuzubereiten.
Die neue Canon EOS 300D.