Liebes Tagebuch (78)
Ist das zu fassen?
Gesendet ueber das Kontaktformular auf https://www.qxm.de/kontakt.php
Mittwoch, 17.09.2008 – 14:44 Uhr
, @web.deGuten Tag, da ich innerhalb von umziehe und T-Com meinen ISDN Anschluss gekilled hat, kündige ich sofort meinen 1 & 1 DSL Anschluss mit Telefonie und flatrate.
KD Nr. K .Ich werde mich, sobald ich wieder einen Tel-Anschluss habe, erkundigen und evtl. wieder auf Sie zukommen. Sollte ich die Kündigungsfrist nicht einhalten können, bitte ich Sie, mir mitzuteilen, ob ich bei meiner neuen Adresse:
, handy: die restl. Zeit übernehmen könnte.Beste Grüsse
(PS: sitze jetzt im internetcafe !!)
Nachdem solche E-Mails überhand genommen hatten (siehe auch „Liebes Tagebuch (68)“), habe ich vor knapp acht Wochen eine – so dachte ich zumindest – wirklich ausreichend ins Auge fallende Erklärung direkt unter dem Abschicken-Button meines Kontaktformulars angebracht, damit die Menschen, die über eine Google-Suche nach 1&1 Kundenservice auf meiner Seite landen, auch wirklich mitbekommem, dass es sich bei qxm.de nicht um die 1&1-Website handelt.
Muss mir offensichtlich demnächst doch noch was wirkungsvolleres einfallen lassen …
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Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Hätte eine Idee für was wirkungsvolles: ein JavaScript, dass das Kommentarfeld auf die Strings „1&1“ usw durchsucht und dann on Submit gegebenenfalls einen RIESIGEN ROTEN WARNUNGSLAYER einblendet mit einem DEUTLICHEN HINWEIS dass du NICHTS aber auch GAR NICHTS mit 1&1 zu tun hast und ob dieser Kommentar wirklich an DICH (absenden) oder nicht (abbrechen) gesendet werden soll. Manche Leute sind halt einfach blind ;)
Ich musste gerade laut lachen. Es tut mir leid für dich, aber das ist einfach zu großes Kino :D
Finde Johannes’ Idee gut.
Ich hatte an eine Überprüfung des Referrers nach entsprechenden Strings gedacht, aber das dürfte einfacher sein.
Vielleicht wäre der Hinweis vor dem Formular etwas wirkungsvoller.
Es ist echt unglaublich, wie unfähig manche Menschen im Umgang mit Suchmaschinen sind. – Es wirkt, als ob sie Ihren Verstand ausschalten und erwarten, dass Google Ihnen die Antwort liefert.
Der Verweis zum 68. Tagebucheintrag ist kaputt.
Tja – wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Ich würde Deinen Hinweis vielleicht über dem Textfeld platzieren oder zwischen dem Email und dem Namensfeld.
Meiner Erfahrung nach lesen die Leute nur da, wo sie wirklich hingucken müssen und sobald sie das Textfeld ausgefüllt haben, haun sie auf den Senden-Knopf und gucken nicht mehr weiter nach unten.
Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass die meisten ziemlich stinkig sind, wenn sie so weit kommen, ihrem Provider zu schreiben ;-)
Vielleicht das ganze auch in einer noch etwas grösseren Schrift und blinkend? Am besten auch noch einen Link zu 1&1 anbieten, dann sollte es funzen ;-)
Ist echt der Hammer, aber man merkt jeden Tag auf's neue, wie blind (oder doof) die Menschen z.T. sind, die sich im Netz bewegen… ;-)
Schönes Weekend!
Einen Link zu 1&1 gab es, seitdem ich die Erklärung unter das Formular gesetzt hatte. Jetzt habe ich den Textblock über den Absenden-Button gestellt und zusätzlich eine Bestätigungs-Checkbox eingerichtet.
Ich bin gespannt …
Fällt das eigentlich unter Phishing von deiner Seite aus?
Und ich sag: Wer so blöd ist, nicht zu kapieren, dass dies hier nicht 1&1 ist und einfach so seine Kündigungen einträgt, hat es nicht besser verdient (ich mein, an 1&1 hängen zu bleiben).
Ziemlich großspurig, was hier so losgelassen wird. Jeder, der sich nicht den ganzen Tag mit Mails und Internet beschäftigt, kann leicht getäuscht werden und auf eine falsche Seite geraten. Besonders leicht, wenn er die Originalseite nicht kennt.
Besondere Hinweise müssen dann so gestaltet werden, dass sie nicht nur optisch auffällig, sondern auch aus psychologischer Sicht richtig plaziert werden.
Und nun darf sich jeder Fachmann, der mit diesem Thema konfrontiert wird, durchaus fragen, ob er vielleicht nicht nur alle Aspekte aus seiner Sicht, sondern auch aus Sicht des Nutzers bedenken sollte, um bei der Programmierung der Internetseiten uneindeutige und zweifelhafte Gestaltung zu vermeiden.
Google sollte sich da durchaus auch seine Gedanken machen und statt etlichen Millionen von unqualifizierten Ergebnissen meinetwegen nur 10 qualifizierte Ergebnisse anzeigen.
Zum „Bitte-beachten-Feld“: Da steht eine Menge Text nach einem kleinen roten Hinweis in kleiner Schriftgröße. Wer soll das denn lesen?
„Hier ist nicht 1&1, sondern …“ oder ähnliches in großen unübersehbaren Lettern reicht völlig aus. Wenn dann noch die korrekte Seite angeboten wird, wirkt dies sehr generös. So jemandem begegnet man doch gerne wieder …
Die Checkbox führt dem hilflosen Beschwerdeführer doch nur seine „Blödheit“ vor und zeigt gleichzeitig wie genervt und hilflos der Herr Preidel ist. Was ich allerdings auch nachvollziehen kann.
Ich wünsche beste Erholung am Wochenende.
Peter Schütte
Als Vertriebler im PC-Bereich weiß ich zu erzählen, dass es für einige doch schwer sein kann, zwischen der originalen 1&1 Webseite und dieser hier zu unterscheiden.
Auf der anderen Seite würde auch ich nicht auf meiner Kommentarseite riesig Werbung für den Verein machen wollen, indem ich einen übergroßen (und unansehnlichen) Warntext anbrächte.
Einen wirklichen Lösungsansatz kann ich also nicht bieten, im automatisierten Internetzeitalter bietet sich ein script o.ä. natürlich an … pech für die, die einen Kommentar mit 1&1, Tel, flatrate, kündigen, etc. posten : >
@Peter: Ich bin nicht hilf-, sondern fassungslos.
Hier auf diesen Seiten deutet nichts, aber auch gar nichts, niente, nothing, rien darauf hin, dass das die Website von 1&1 sein könnte. Kein URL, der irgendwie passen könnte, kein Logo, kein Schriftzug, kein gar nichts.
Im Header prangt unübersehbar „esse est percipi – Das Weblog eines freien Art-Direktors“. Direkt neben dem Kontaktformular befindet sich mein Impressum. Irgendwelche Hinweise auf Webhosting oder Internet Service Providing, den Geschäftsbereichen von 1&1, fehlen hier völlig. Der Text auf der Startseite beginnt mit „Guten Tag, mein Name ist Michael Preidel. Ich bin freier Art-Direktor und gestalte ansehnliche Drucksachen und zukunftssichere Websites für Werbeagenturen und eigene Kunden.“ Der title der Kontaktseite lautet „Michael Preidel :: freier Art-Direktor“. Und der Blogeintrag, auf dem die Supportanfragenden über Google hier landen, ist ein Artikel eines ärgerlichen Kunden über 1&1, nicht etwa einer von 1&1. Was auch der Unaufmerksamste bemerken würde, machte er sich die Mühe, nur mal den ersten Satz jenes Blogeintrags zu lesen.
Aber weil das alles offensichtlich (aus von mir absolut nicht nachvollziehbaren Gründen) für manche nicht ausreichte, nicht trotzdem zu glauben, dass das hier die 1&1-Website ist, stand seit acht Wochen 20 Pixel unterhalb des Abschicken-Buttons ein rot und fett geschriebener Hinweis, dass es sich hierbei nicht um die 1&1-Seite handelt. Mit – ich bin ja nett – einem Link zur 1&1-Seite.
Es ist also ziemlich absurd, mir vorzuwerfen, hier herrsche „uneindeutige und zweifelhafte Gestaltung“.
Ich habe über das Problem noch mal nachgedacht: Augenscheinlich sehen manche Menschen nur das, was sie sehen wollen. Deshalb, aber natürlich nicht zuletzt auch wegen der Unübersichtlichkeit des Kontaktformulars aufgrund der zusätzlichen Checkbox und des Hinweiskastens, habe ich mich entschlossen, sämtliche Erklärungen wieder zu entfernen.
Stattdessen habe ich den Hinweiskasten auf der Landing Page platziert. Sollte das nicht ausreichen, ist mir das – ehrlich gesagt – auch egal. Die paar Supportanfragen stören mich nicht. Mich stört die Gedankenlosigkeit der Leute, aber die kann man offensichtlich nur schwer ändern. Zu schwer für mich jedenfalls.
Kommentar gelöscht. Warum? Wer mir ans Bein pinkeln will und weder einen vernünftigen Namen noch eine funktionierende E-Mail-Adresse angeben kann, fliegt raus.
””Michael Preidel
Ich habe dir keine uneinheitliche Werbung vorgeworfen! Tut mir leid, wenn du den Text so interpretierst.
Ich stimme allerdings zu, wenn du sagst, der Mensch sehe nur das, was er sehen will. Das ist ihm sozusagen in die Wiege gelegt worden. Die Wissenschaft nennt es „selektive Wahrnehmung“. Unter anderem ermöglichst es mir, meinen Job ausüben zu können.
Außerdem finde ich deine Idee sehr gut, den Hinweis auf die Seite, die die Reaktion auslöst, zu setzen. Mich interessiert, ob das die Mails reduziert.
Ich wünsche eine schöne Woche ohne 1&1-Störer.
Viele Grüße
Peter
Nur noch mal zur Klarstellung: Ich fühle mich von diesen Supportanfragen nicht gestört – Viagra- oder Uhren-Spam, der es durch meine Filter schafft, der stört mich. Mir tun diese Leute einfach leid (und das meine ich überhaupt nicht überheblich), weil sie sich im Web ganz offensichtlich nicht zurecht finden. Deshalb biete ich ihnen ja auch einen Link zur richtigen Seite – allerdings müssen sie ihn natürlich auch lesen.
Ich bin ganz guter Dinge, dass der jetzige Hinweis nicht mehr übersehen wird …
Jawoll Chef,
ich hab es verstanden. Apropos Spam, wann wird da eigentlich mal was gemacht? Ok, war nur eine rhetorische Frage. Leiden wir stumm weiter.
Aber ich drücke die Daumen, dass die Damen und Herren 1&1-Kunden nun den richtigen Weg finden.
In diesem Sinne schöne Grüße
Peter
Mal ganz davon abgesehen, ob die Hinweise lesbar sind oder wo sie auftreten – Michael ist in keinster weise verpflichtet auch nur irgendwas in dieser Richtung zu unternehmen.
Für so wichtige Dinge wie Kündigungen gibt es immer eine Postadresse (und nur das wird ja meistens auch von der anderen Seite angerkannt). Wer meint, dass in irgendein namensloses Webfeld tippen zu können, ohne sich sicher zu sein, dass es auch den richtigen Adressaten trifft, pech gehabt.
Man könnte es als natürliche Auslese ansehen, wenn man noch hinzunimmt, dass diese Leute die ersten zwei Treffer von Google ignorieren und erst mit dem 3. Treffer (inkl. Werbetreffer von 1&1) hier landen.
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