TomTom Car Kit Klebeplatten-Rückstände (Update)
Seit ca. einem Jahr besitze ich das TomTom Car Kit. Vor einem halben Jahr bin ich auf die dumme Idee gekommen, die mitgelieferte Klebeplatte aufs Armaturenbrett zu kleben, um den Saugfuß fortan darauf zu befestigen. Ganz, ganz dumme Idee. Erstens hielt das Car Kit im Sommer keine zwei Stunden auf der Platte und fiel mitsamt iPhone regelmäßig herunter. Und zweitens ließ sich die Platte, ganz im Gegensatz zur Produktbeschreibung TomToms, alles andere als rückstandsfrei entfernen:

Das Ergebnis nach knapp 20 Minuten „abknibbeln“
Der TomTom-Support drückte mir zwar sein Bedauern aus, konnte mir aber keinerlei Rat zur Entfernung der Rückstände geben. Damit war für TomTom die Sache dann bedauerlicherweise auch komplett erledigt. (Zu diesem Thema siehe auch „Wie man mit Kunden umgeht. Und wie nicht.“)
Bevor ich das Armaturenbrett mit Lösungsmitteln o. ä. beschädige – hat jemand einen Tipp, wie bzw. mit was ich das Zeug wegbekomme?
Update 3.11.2010
Speiseöl (wie in den Kommentaren empfohlen) hat nicht geholfen, unter anderem wahrscheinlich auch deshalb nicht, weil es sich bei den Rückständen nicht, wie z.B. bei Klebeetiketten, um reinen Klebstoff handelt, sondern zusätzlich um die Reste der Kunststoff-Polsterschicht, die Unebenheiten auf dem Armaturenbrett ausgleichen soll. Die müsste man zunächst erst mal wegbekommen, das geht mit Speiseöl leider nicht.
Spiritus hilft übrigens auch nicht, ebenso wenig wie das „Abtupfen“ mit Paketklebeband. Blieben noch der Fön, Waschbenzin und Kältespray …
TomTom schreibt zu den Klebeplatten:
„Die Platten lassen sich jederzeit einfach und rückstandsfrei entfernen. […] Besonders weicher Klebstoff, der die Materialien Ihres Autos schont“
Beide Aussagen entsprechen in meinem Fall nicht der Wahrheit. Umso ärgerlicher, dass der Support den Vorfall lediglich bedauert und sich aus jeder weiteren Verantwortung stiehlt.
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Kommentare:
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Was (je nach Zusammensetzung des Klebers) funktionieren könnte, aber keinesfalls das Amaturenbrett beschädigen wird, ist – Öl.
Feinmechaniköl löst verschiedene Klebstoffe auf, ist aber schonend zum Untergrund.
Sehr gute Idee! Bei manchen Preisschild-Aufklebern funktioniert das ja auch – ist mir in diesem Zusammenhang nur nicht eingefallen. Werde es morgen mal testen und berichten.
Ansonsten kannst du ja mal mit nen Haartrockner (Fön) frontal draufhalten und die Klebereste wegrubbeln. Allerdings kann das ganz schön heiß werden.
Außer es mal mit (Oliven) Öl zu versuchen, habe ich auch keinen Tipp- aber ich bin froh, dass ich es nicht an mein Armaturenbrett geklebt habe… ;-)
Ich würde auch Erwärmen empfehlen – also *mit dem Fön*, damit bekommt man solchen Kleber meißt gut weg.
Reinigungsbenzin ist nach meiner Erfahrung bei den meisten Oberflächen genauso unschädlich wie Öl, falls das nicht helfen sollte.
Das Car-Kit hält zuverlässig wirklich nur an der Windschutzscheibe, was nur bei manchen Autos dazu führt, dass das iPhone nicht mehr in Armreichweite ist. Sehr lästig!
Das war zwar jetzt nicht die Frage, aber wenn du dein iPhone im Auto befestigen möchtest, gibt es klebe- und zerstörungsfreie Halterungen von Brodit. Für den Anschluss an das Werks-Autoradio sorgt dann ein Adapter von Dension.
Alles in allem keine billige Lösung, aber ich bin (in zwei verschiedenen Autos) sehr zufrieden damit.
Sowas geht oft mit Fett ab.
Wenns zäh ist, manchmal auch mit Vereisungsspray aus dem Elektronikbedarf (z.B. Kaugummi).
Ich hätte statt Speiseöl auch eher ein Minaröl verwendet, so wie mit dem Feinmechaniköl ursprünglich vorgeschlagen.
Wahrscheinlich wird am Ende doch nur der Föhn und endloses Knibbeln helfen. Lautes Fluchen dabei nicht vergessen. :-)
Rückstände solcher Art bekomme ich in der Regel mit Filmreiniger ganz gut ab. Als man in Reprofirmen noch mit Offsetfilmen hantierte, wurde das in Literflaschen verkauft, zum Beispiel von der Firma Kami. Mein Vorrat neigt sich so langsam zu Ende – auch ein Zeichen dafür, wie lange das jetzt schon her ist. Ich glaube, da ist hauptsächlich Aceton drin.
ich habe bislang sämtliche Etiketten (auch die „Widerständler“ vom schwedischen Möbelhaus) oder Klebepads mit speziellem Etikettenlöser (meiner ist von Ca**mba) tatsächlich rückstandsfrei und ohne Beschädigungen von den verschiedensten Oberflächen wegbekommen. Das Mittel gibt's als Spray, es reicht „ewig“. Bei Kunststoffetiketten muss man es seitlich an die Kanten sprühen und – ganz wichtig – einwirken lassen. Einziger Nachteil: die enthaltenen Orangenterpene riechen aufdringlich. Nichtsdestotrotz würde ich auch dieses Mittel zuerst an einer weniger prominenten Stelle testen. Viel Erfolg!
Vielen Dank für die Tipps. Ich vermute aber, dass es tatsächlich auf den Fön hinauslaufen wird. Das Problem ist ja, dass Lösungsmittel wie Öl, Spiritus etc. nicht durch die Kunststoffreste des Polsters dringen können, sie gelangen also gar nicht bis zum Klebstoff. Mit Nitroverdünnung auflösen kann ich die Kunststoffreste auch nicht, weil das Armaturenbrett gleich mit aufgelöst würde.
Um TomTom-Produkte mache ich zukünftig lieber einen großen Bogen.
Da aktuelle Smatphones mittlerweile mit ihren Navigationsfähigkeiten an die „PNDs“ heranreichen, ist ein separates Navigationsgerät ohnehin nichtmehr zwingend nötig.
Wohin die Zukunft geht, hat der Kurseinbruch von TomTom mit der Ankündigung von kostenloser Navigation auf Android- und Nokia-Geräten ja angedeutet.
Ich benutze in solchen Fällen gerne Radierschwämme (erhältlich im Baumarkt und regelmäßig auch Discountern in Aktionsangeboten).
Die Vorteile sind: man kommt ohne Chemie aus, es geht schnell und meistens funktioneirt es auch ;-)
Vorsicht vor Produkten, in denen Aceton enthalten ist! Das Zeug löst, anders als Benzin und Spiritus, so ziemlich alles auf – Lacke wie Kunststoffe – und wahrscheinlich auch das Armaturenbrett!
Ich könnte mir vorstellen, dass ein erfahrener Autoschrauber noch eine gute Idee hat …
michael, deine links führen übrigens auf deine 404-seite … bei mir zumindest.
… es gibt einen Kunststoffreiniger, mit dem ich schon fast alles wegbekommen habe – einfach mal nach „fsg kunststoff cleaner“ suchen.
Wie ist die »Geschichte« denn letztendlich ausgegangen? Ließen sich die Reste entfernen und was war das Mittel, das am Ende zum Erfolg führte? Oder ist das Armaturenbrett jetzt für immer gezeichnet?
@Heino Hansen: Das Armaturenbrett sieht immer noch so aus wie auf dem Foto. In einer Autopflege-Werkstatt sagte man mir, dass es dafür keine Mittel gebe, das ginge tatsächlich nur mit abknibbeln. Dazu hatte ich bisher aber noch keine Lust.
Kiel war übrigens eine Reise wert (haben Sie sicher schon gehört) – Sie haben auf jeden Fall etwas gut bei mir ;-)
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