And The Wind Cries ... Jamie!
Oder: Wer ist eigentlich Robbie Williams?
Ich kenne Jamie Cullum seit drei Jahren und drei CDs. Bisher fand ich seine Musik immer ganz nett, nichts weltbewegendes, ganz schön zum Nebenbeihören und, ohne dass man emotional übermäßig beteiligt wäre, gut zum Mitsummen geeignet.

Bis gestern Abend. Da habe ich ihn nämlich live gesehen. Seitdem höre ich seine Stücke buchstäblich mit anderen Augen. Der Mann (der gerade mal 27 Jahre alt ist) ist auf der Bühne ein Superstar. Ein echter. Der einzige, der mir bekannt ist. Ein musikalisches Über-Talent, ein Klaviervirtuose, ein grandioser Sänger und Entertainer, ein Energiebündel, das mit eigener Percussionbegleitung auf dem gesamten Flügelgehäuse mit Händen, Füßen und Drumsticks („This Piano belongs to me“) das Publikum zum Kreischen bringt, einer, der das Jimi Hendrix-Stück „And The Wind Cries Mary“ so überzeugend – mit ein paar Gänsehaut hervorrufenden Scat-Einlagen ausgestattet – performt, dass man meint, das Stück sei ein Jazzklassiker von den Gershwins – also einer, der den Jazz endlich mal aus der – für manche – ein wenig angestaubten Ecke herausholt.
Mit anderen Worten: Sollten Sie die Gelegenheit haben, Jamie Cullum live zu sehen – gehen Sie hin! Das Publikum gestern war übrigens zu einem großen Teil zwischen 20 und 30. Das gibt mir Hoffnung …
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Du Glücklicher! Den Mann hätte ich auch gerne gesehen… :-(
Ich bin 21 und kenne den Herrn Cullum seit meiner Abschlussfahrt nach Berlin vor gut 3 Jahren. Dort wurde er im Zug von Frankfurt nach Berlin eingesetzt (DB hatte ihn damals als einzig genießbares in die Bord-Unterhaltung eingespeist). Ich war angenehm überrascht, eigentlich bin ich eher Blues-Hörer und finde Jazz – wie erwähnt – etwas eingestaubt.
Könnte mir schon gut vorstellen, dass er live sehr gut ist. Behalte ich im Hinterkopf, danke!
hab gestern erst in der SZ über ihn gelesen und war von dem photo begeistert. er mit haufen zeugs an seinem piano am rummusizieren, hätt ich gerne auch angeschaut, leider war ich nich in berlin. :(
Was ich übrigens ganz vergessen habe: Auf JazzEcho gibt es iTunes Freecodes. Nach Angabe von Name und E-Mail-Adresse bekommt man einen iTunes Store-Gutscheincode für einen Live-Song Jamie Cullums zugemailt. So lange der Vorrat reicht …
Das kann ich nur bestätigen, im Sommer war er OpenAir auf dem Bonner Museumsplatz zu Gast. Grandios! Und – leider? – um einiges besser als auf seinen Platten…
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