Spam von dsd.net
Heute habe ich E-Mail Spam von dsd.net erhalten – es wird irgendeine Software beworben, die mich nicht interessiert. Weil ich von dieser Firma mit Sitz in Löningen noch nie etwas gehört hatte, schaute ich auf der Website der „Dunkel Software Distribution“ ins Impressum und las:
Am 03.05.2004 haben wir versehentlich eine Massen-Mail-Sendung verschickt. Wir hatten für einen Timingtest mit einer internen Mailingliste im MailMan experimentiert. Dafür brauchten wir eine große E-Mail-Liste und haben die ADC-Mailing-Adressen genommen, die Apple 2003 mal verschickt hat. Durch einen blöden Kopierfehler sind diese Adressen dann in unsere externe Mailingliste DSD_News gerutscht, was wir erst gemerkt haben, als es schon zu spät war.
Das ist schon allerhand. Anstatt die ADC (Apple Developer Connection) Adressen, in deren Besitz sie gar nicht sein dürften, zu löschen, behält man sie nach dem Motto vielleicht sind sie ja doch mal zu gebrauchen.
Weiter geht’s:
Wir haben mittlerweile alles Erdenkliche getan, um den Ärger für alle Beteiligten so niedrig wie möglich zu halten. Für uns war der Schaden vermutlich am höchsten, weil unsere Site gleich von verschiedenen Empfängern als SPAM-Site gemeldet wurde und wir daher momentan nicht mal mehr alle unsere regulären Kunden per E-Mail erreichen können. Unsere Mail-IP ist momentan „verbrannt“.
Tja, wer mit dem Feuer spielt…
Die bis zum 03.05.2004 genutzte externe Mailingliste DSD_News haben wir mittlerweile komplett geleert und zwei neue Mailinglisten (DSD_News_de und DSD_News_us) aufgesetzt, in denen wir natürlich nur unsere regulären Kunden und Interessenten, die den NewsTicker abonniert haben, halten.
Dann frage ich mich, warum ich am 06.05.2004 eine unerwünschte E-Mail bekommen habe, obwohl ich weder regulärer Kunde, noch Interessent, noch Abonnent bin?
Wir versichern Ihnen:
Es lag nicht in unserer Absicht, Sie mit SPAM zu belästigen.
Da würde ich vorschlagen: Dann lasst es doch einfach. Und löscht endlich die ADC Adressen. Dann muss man nämlich hinterher auch nicht heulen, dass die „Mail-IP verbrannt ist“.
Bitte sehen Sie von Unmutsbekundungen ab.
Nein, das werde ich ganz bestimmt nicht tun. Alle ADC News Bezieher haben damals durch ein dummes Versehen Apples die E-Mail Adressen der gesamten Abonnenten erhalten. Allerdings war bis heute noch niemand so dreist bzw. dämlich, diese Adressen für Spam zu missbrauchen. Da ist es auch nicht mit einem „Wir haben einen Fehler gemacht, soll nicht wieder vorkommen“ getan, ganz abgesehen davon, dass es ja offensichtlich bereits wieder vorgekommen ist. Deshalb habe ich Apple meinen Unmut darüber bekundet, dass das ADC Mitglied dsd.net mit ADC Adressen Schindluder betreibt.
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Kommentare:
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Das DSD jetzt mit den Adressen offensichtlich Dummheiten macht ist schade, aber die Ursache für den Ärger ist doch Apple. Wieso verschickt Apple Listen mit E-Mailadressen? Das hat jetzt mit Privacy auch nicht gerade viel zu tun.
Niemand kann mir glauben machen, dass er aus Versehen Spam verschickt hat. Texte wie der zitierte sind Blödsinn. Den Verursachern ist absolut klar, was sie tun. Sie wollen einfach nur abwiegeln und Empfänger, die sich sonst beschweren würden, ein zweites Mal für dumm verkaufen.
Natürlich war das ausgesprochen blöd von Apple, die Adressen ins Cc statt ins Bcc einzusetzen – wahrscheinlich hat da ein Praktikant oder irgendjemand es nicht besser gewusst. Die Art, wie sich Apple anschließend entschuldigt hat, lässt vermuten, dass da mindestens ein Kopf gerollt ist.
Aber bloß, weil jemand anders einen Fehler gemacht hat, muss man den noch lange nicht für seinen eigenen Vorteil ausnutzen. Ich – und ich nehme an, die meisten anderen haben das genauso getan – habe den Kopf geschüttelt, als ich die Mail von Apple mit den ganzen Adressen bekam und sie nach dem Lesen einfach gelöscht.
Wie Thiemo bin ich der Meinung, dass der Entschuldigungstext eine Farce ist. Die Verwechslung von Cc und Bcc ist schon dumm genug, aber wer kann denn so blöd sein, eine illegale Mailadressen-Liste für angebliche Timingtest-Experimente zu benutzen, anschließend alles angeblich versehentlich rausschicken und hinterher dann auch noch heulen, dass sich die Leute über Spam beschweren?
Der Begriff Experiment impliziert, dass etwas schief gehen kann. Von mir aus sollen sie ihre dubiosen Timingtest Experimente machen. Aber für eine Softwarebude sollte es ja ein leichtes sein, mit 10 Zeilen Code in drei Minuten 1.500.000 Fake-Adressen zu generieren, mit denen sie ihre Experimente machen können und die keinen Schaden anrichten. Ich helfe da auch gerne aus, falls das zu anspruchsvoll sein sollte. ;-)
Sollten Sie diese E-Mail versehentlich erhalten haben, unser Server wurde gehackt, klicken Sie hier, um sich auszutragen, ... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wahr ist nichts davon.
jo, alles Schall und Spam!
Hallo, liebe Leute.
Ich kann die o.g. Kommentare und den Text von Michael Preidel sehr gut verstehen. Allerdings ist der Mist tatsächlich genauso passiert, wie wir es in unserem SPAM-Statement frei heraus zugegeben haben.
Ich habe nachts beim Testen einen blöden Kopierfehler auf unserem Server gemacht und die ADC-Liste in die falsche, nämlich die externe Mailingliste kopiert. Hab’s einfach nicht gemerkt. Und als ich am nächsten Morgen sah, was ich da angerichtet hatte, war’s leider zu spät. Was glauben Sie, wie mir die Düse gegangen ist?
Wir von DSD.net & calamus.net haben nichts zu verbergen und haben das Mittel SPAM auch nicht nötig. Es ist tatsächlich nur dieser blöde Kopierfehler gewesen. Dafür bitten wir um Entschuldigung. Mehr können wir nicht tun.
PS: Wir bekommen seit Jahren an DSD.net selbst täglich etwa 2.500-3.000 (keine Übertreibung!) SPAM-Mails (meist von Leuten, die Empfänger bei dsdmail.net meinen) und wissen, wie ärgerlich SPAM ist.
Okay, Entschuldigung angenommen. Aber ich finde trotzdem, den Satz Bitte sehen Sie von Unmutsbekundungen ab auf Ihrer Website hätten Sie sich sparen können.
Hallo Herr Preidel.
Ich fand den Satz sehr höflich und passend, zumal er ja im Absatz mit den nachfolgenden Sätzen einen Sinnzusammenhang hat.
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