Arista alla Fiorentina mit Ofenkartoffeln
Am Samstag kamen Gäste. Es gab, weil ich sie nicht allzu sehr vernachlässigen wollte, indem ich nach der Vorspeise (warmes Brot mit einer Weiße Bohnen-Thunfischpaste) noch stundenlang in der Küche stand, ein gutbürgerliches Essen, das ohne große Aufsicht komplett im Ofen garen kann: Arista alla Fiorentina (Schweinebraten nach Florentiner Art), Ofenkartoffeln und gratinierten Rosenkohl.
Zutaten für 4 Personen
- 1 kg Schweinscarré ohne Knochen (Kotelettstück)
- 5 frische Rosmarinzweige
- 5 frische Salbeiblätter
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Fenchelsamen
- abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
- Salz, Pfeffer, Olivenöl
- 1,5 kg festkochende Kartoffeln
- Rosenkohl siehe Originalrezept,
hier reichen allerdings auch 500 g - 2 Schalotten
- 1 1 / 2 TL Zucker
- 1 EL Tomatenmark
- 1 / 2 Flasche Rotwein
- 1 Becher Sahne
- Salz, Pfeffer
- kalte Butter
Zubereitung
Die Nadeln eines Rosmarinzweigs, den Salbei und den Knoblauch fein hacken und mit der abgeriebenen Zitronenschale und dem Fenchel vermischen, am besten in einem Mörser. Das Schweinscarré mit einem spitzen Messer rundherum ca. 10 Mal zentimetertief einstechen und mit der Mischung füllen. Das Fleisch mit wenig Olivenöl einstreichen, salzen, pfeffern und mit Küchengarn wie einen Rollbraten verschnüren, damit es beim Braten die Form behält. Die restlichen Rosmarinzweige unter das Garn schieben und auf einem Rost bei 180 °C ca. zwei Stunden garen. Damit der Fleischsaft aufgefangen wird, ein Blech unter den Rost schieben.
Die Kartoffeln
In der ersten Stunde den Braten zwei Mal wenden und mit dem aufgefangenen Bratensaft begießen. Für die zweite Stunde die geschrubbten und der Länge nach gevierteilten geviertelten Kartoffeln ungeschält auf das Blech legen und mit Meersalz bestreuen. Der darauf tropfende Bratensaft gibt den Kartoffeln einen unvergleichlichen Geschmack. Den Braten auch während der zweiten Stunde noch zwei Mal wenden.
Das Gemüse
Den Rosenkohl stellen Sie eine Viertelstunde vor Schluss neben den Braten, um ihn zu gratinieren. Alternativ können Sie natürlich auch verschiedene Gemüse Ihrer Wahl (z. B. Möhren, Fenchel, Zwiebeln und/oder Sellerie) kleingeschnitten zu den Kartoffeln auf das Blech geben – je nach Gemüse eine halbe bis Dreiviertelstunde vor Ablauf der zweistündigen Bratengarzeit.
Die Sauce
Da das Fleisch etwas trocken sein kann, empfiehlt sich die Zubereitung einer Sauce: den Zucker mit zwei sehr fein gehackten Schalotten und etwas Olivenöl angehen lassen. Wenn die Zwiebeln Farbe angenommen haben, einen EL Tomatenmark dazugeben und unter ständigem Rühren etwas anrösten. Das ganze mit einer halben Flasche Rotwein angießen und den Rotwein auf etwa ein Viertel reduzieren. Zum Schluss einen Becher Sahne dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ein paar Flocken kalte Butter zur Bindung einrühren.
War lecker jewesen!
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Kommentare:
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Aua, ich sollte nicht immer morgens und auf leeren Magen deine Beiträge lesen. HUNGER!
Das klingt lekker! Noch mehr Interesse hätte ich allerdings am Rezept der Bohnen Thunfisch-Paste.
@Jannis: Was zum Frühstück gefällig?
Eine dünne Scheibe eines nicht zu grobporigen und in Olivenöl oder Butter angebratenen Brotes mit Kastanienhonig bestreichen, darauf kommen dann ganz fein geschnnitene Scheiben von frischem Knoblauch. ;-)
dirk
1 Dose weiße Bohnen in einem Sieb abbrausen und abtropfen lassen (wenn man Zeit hat, kann man das ganze auch mit getrockneten zubereiten: am Vorabend einweichen, am nächsten Tag Einweichwasser weggießen und mit frischem Wasser zwei Stunden kochen, abkühlen lassen). 2 Knoblauchzehen fein schneiden und in Olivenöl anbräunen. Herausfischen und im gleichen Öl einige Salbeiblätter anbraten, alles zu den Bohnen geben. 1 Dose Thunfisch in Wasser (mit SAFE-Label) abtropfen lassen, ebenfalls zu den Bohnen geben und alles mit dem Zauberstab pürieren. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss gutem Olivenöl abschmecken.
Muss ich unbedingt auch mal wieder machen, passt sicher perfekt zu meinem neuen Ciabatta-Rezept ;-)
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