Küche | Montag, 21. Januar 2008
Wenn ich gerne Geld ausgebe, dann für Lebensmittel. Trotzdem kaufe ich gelegentlich auch bei Aldi ein, dort gibt es nämlich u. a. hervorragendes argentinisches Rindfleisch zu einem sehr akzeptablen Preis. Es muss ja nicht von Aldi sein, aber wenn Sie zu einem Hüftsteak noch eine frische Rote Beete-Knolle und eine Scheibe Weißbrot im Haus haben, bereiten Sie sich nach diesem Rezept innerhalb von 15 Minuten ein extrem leckeres Mittag- oder Abendessen zu.
Zutaten für 1 Person
1 Hüftsteak
1 Rote Beete-Knolle
1 Scheibe Weißbrot (Ciabatta o. ä.)
1 Knoblauchzehe
Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer
Zubereitung
Heizen Sie den Backofen auf 80 °C (richtig gelesen: achtzig Grad) vor.
Stellen Sie eine Grillpfanne (es geht selbstverständlich auch eine normale) auf den Herd und lassen Sie sie sehr heiß werden.
Drücken Sie das Steak mit dem Handballen flach und würzen es von beiden Seiten mit Pfeffer und Salz. Geben Sie etwas Olivenöl in die extrem heiße Pfanne und lassen Sie das Steak auf beiden Seiten je nach Dicke ca. 2 Minuten anbraten. Wenn Sie es wenden, geben Sie eine angedrückte, ungeschälte Knoblauchzehe mit in die Pfanne.
In der Zwischenzeit reiben Sie die geschälte Rote Beete mit einem Küchenhobel in sehr dünne Scheiben – keine Angst vor roten Fingern.
Stellen Sie die Pfanne mit dem Steak für ca. 6-8 Minuten in den Backofen.
Würzen Sie die Rote Beete-Scheiben mit ein paar Tropfen Balsamico-Essig, der dreifachen Menge Olivenöl, einer Prise Salz und Pfeffer und vermischen Sie alles.
Toasten Sie die Weißbrotscheibe.
Holen Sie die Pfanne aus dem Ofen, zerdrücken Sie die Knoblauchzehe auf dem Brot und genießen Sie das butterzarte Rindersteak mit dem knackig-würzigen Rote-Beete-Salat und dem Knoblauchbrot – eine Kombination wie aus einem Koch-Märchenbuch.
Zum Thema Zackzack-Rezept siehe auch:
Käsetortellini mit Salbeischinken
Knusprige Frühlings-Hähnchenschenkel
Tagliatelle mit Erbsen und Parmaschinken
Update
Ha, so macht das Rezepte-bloggen noch mehr Spaß: Gerade bekam ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:
Hallo Herr Preidel!
vielen Dank für das nette Rezept! Sehr lecker! Das Bild im Anhang ist ausdrücklich zur freien Verwendung freigegeben (außer in Marions Kochbuch ;-)
Schöne Grüsse aus Cottbus, auch von Roman Röhrig (roman-roehrig.de/weblog)
Herzlich, Philipp

Grüße zurück und vielen Dank für Mail, Kompliment und Bild!
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Küche | Donnerstag, 3. Januar 2008
Welche technischen Voraussetzungen für einen perfekten Espresso nötig sind, wissen wir – wie man ihn zubereitet, ebenfalls. Hier ein paar Tipps, was Sie mit Ihrer Espressomaschine sonst noch so alles anstellen können:
Caffè espresso
Der Ausgangspunkt: 7g Kaffeepulver, 25ml Wasser, 25 Sekunden Brüh- bzw. Extraktionszeit.
Caffè ristretto
Espresso mit nur 10-15ml Wasser. Um die gleiche Extraktionszeit zu erreichen, muss man fester tampern oder etwas feiner mahlen.
Caffè lungo
Espresso mit doppelter Wassermenge. Entweder das Kaffeemehl etwas lockerer tampern oder gröber mahlen, um die Extraktionszeit beizubehalten.
Caffè doppio
Doppelte Kaffee- und Wassermenge.
Caffè doppio ristretto
Doppelte Kaffee-, aber gleiche Wassermenge. Feiner mahlen bzw. stärker tampern.
Caffè all’americana (Americano)
Espresso mit heißem Wasser auf ca. 100 ml aufgefüllt.
Caffè macchiato
Espresso mit einem kleinen Schuss aufgeschäumter Milch.
Caffellatte
Espresso mit der dreifachen Menge heißer Milch und wenig Schaum.
Cappuccino
(Doppelter) Espresso mit der gleichen Menge heißer Milch und einer „Kapuze“ aus Schaum.
Latte macchiato
Heiße Milch mit viel Schaum, in die ein (doppelter) Espresso vorsichtig so hineingegeben wird, dass drei Schichten entstehen: Unten Milch, dann Espresso und oben Milchschaum.
Café Crème (Schümli)
Relativ grob gemahlenes Kaffeemehl ergeben nach 25 Sekunden Extraktionszeit 100ml Kaffee.
Caffè corretto
Espresso mit einem Schuss Grappa oder einem anderen Alkohol wie Cognac o. ä.
Caffè freddo
Sehr süßer, eiskalter (doppelter) Espresso.
Affogato al caffè
Nachspeise oder Erfrischung auf Kaffebasis. Mein Lieblingsdessert ist eine Vanilleeiskugel, über die man einen Espresso gibt; serviert in einem kleinen Glas.
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Küche | Mittwoch, 12. Dezember 2007
Zutaten für 1 Person
100 g tiefgefrorene Bio-Erbsen
150 g frische Tagliatelle
2 oder 3 Scheiben Parmaschinken
Olivenöl
frischer Parmesan
Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die tiefgefrorenen Erbsen mit kaltem Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Drei Minuten kochen lassen. Die Tagliatelle dazu geben, kurz aufkochen lassen und das Wasser abgießen.
Einen guten Schuss Olivenöl, den kleingeschnittenen Schinken und frisch geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aufessen.
Siehe auch: „Pasta-Fast food: Käsetortellini mit Salbeischinken“ und „Fast food lecker: Knusprige Frühlings-Hähnchenschenkel“.
Update
Dirk Hesse schrieb mir:
Ich habe heute Deine Parmaschinken-Tagliatelle gekocht. Das Resultat kannst Du bei Flickr sehen: Link. War köstlich – vielen Dank für das Rezept!
Ich freue mich immer, wenn es schmeckt, aber besonders freue ich mich natürlich, wenn mir – wie auch schon beim letzten Zack-Zack Rezept – ein Foto zugeschickt wird. Vielen Dank!
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Küche | Montag, 26. November 2007
Ich liebe die französische Küche. Nicht so sehr die haute cuisine, sondern eher die traditionellen, ländlichen Rezepte. Wie zum Beispiel ein Cassoulet. Das macht zwar einige Arbeit, hat aber den Vorteil, dass man es schon am Vortag komplett zubereiten kann. Nicht nur deshalb eignet es sich gut für größere Essenseinladungen. Am Wochenende gab es hier ein Cassoulet für acht Personen. Weil ich zur Sicherheit meist ein wenig mehr koche, hätte es durchaus auch für 14 gereicht.
Hier ein etwas präziseres Rezept für acht Personen, bei dem hinterher nicht so viel übrig bleibt:
Zutaten
- 600g getrocknete weiße Bohnen
- einige Schweineknochen
- 4 Möhren
- 1 Stange Lauch
- 2 Zwiebeln
- 400g Schweineschwarten
- 1 El Tomatenmark
- 75 g fetter gesalzener Speck
- 3 Knoblauchzehen
- 4 Schweinswürste
- 400g Schweinefleisch aus der Schulter
- Entenconfit aus 8 Entenkeulen oder 4 Entenbrüsten
Zubereitung
Tag 1
Haben Sie kein Entenconfit vorrätig, müssen Sie eins zubereiten. Salzen Sie die Ententeile und lassen Sie sie in Enten- oder Gänseschmalz mit einigen Lorbeerblättern ca. 2 Stunden leise sieden. Danach im Schmalz abkühlen lassen und zur Seite stellen.
Die Bohnen in möglichst kalkarmen Wasser einweichen.
Tag 2
Das Einweichwasser der Bohnen wegschütten. Mit frischem kalten Wasser aufgießen, zum Kochen bringen und die Bohnen 5 Minuten kochen lassen. Auch dieses Wasser wegschütten und die Bohnen zur Seite stellen.
In ein wenig Schmalz vom Entenconfit die Knochen und das grob zerteilte Gemüse (Zwiebeln, Lauch, Möhren) anschwitzen. Anschließend mit 3 Liter Wasser aufgießen und die gewaschenen Schweineschwarten dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und knapp 2 Stunden köcheln lassen.
Anschließend die Bouillon durch ein Sieb geben. Die Schweineschwarten fischt man aus dem Sieb heraus, den Rest wirft man weg.
Den fetten Speck mit den Knoblauchzehen zu einer Paste pürieren. Zusammen mit dem Tomatenmark in die Bouillon geben, in der nun die Bohnen gar gekocht werden. Das dauert ca. 1,5 bis 2 Stunden, sie müssen weich sein, dürfen aber nicht zerfallen.
In der Zwischenzeit holt man die Ententeile aus dem fest geworden Schmalz und legt sie in eine große Pfanne. Im Ofen werden sie bei ca. 80-100 °C in 10 bis 15 Minuten vorsichtig entfettet.
In diesem Fett brät man danach erst das in 8 Stücke zerteilte Schweinefleisch, dann die Schweinswürste goldbraun an.
Traditionell wird ein Cassoulet in einem konischen Tongefäß zubereitet, in der Cassole, von der das Gericht seinen Namen hat, die aber leider in Deutschland nirgends zu bekommen ist (ich stehe gerade mit einer Töpferin in Verhandlung, vielleicht kann man demnächst auch hier Cassoles kaufen). Nehmen Sie daher irgendeinen genügend großen, schweren Topf, vielleicht einen Gänsebräter o. ä. Den Topfboden legen Sie mit den Schweinschwarten aus, sie binden später die Flüssigkeit und lassen sie sämig werden.
Darauf kommt erst knapp die Hälfte der gekochten Bohnen, dann das Schweinefleisch und die Ententeile. Darüber den Rest der Bohnen verteilen und zum Schluss die Schweinswürste leicht in die Bohnen hineindrücken.
Mit soviel von der Bouillon begießen, dass die Bohnen nicht ganz bedeckt sind. Im Ofen bei 150 °C 2 bis 3 Stunden garen lassen.
Zwischendurch kontrolliert man den Flüssigkeitsstand – ist er zu niedrig, gießt man etwas von der Bouillon nach.
Oben entsteht während der Garzeit eine Kruste, die Sie mit einem Löffel immer mal wieder aufbrechen sollten, damit noch mehr Bohnen aufknuspern.
Tag 3
Das Cassoulet eine gute Stunde lang bei 150 °C im Ofen aufwärmen. Zwischendurch entspannt die Gäste begrüßen.
Mit Baguette und einem kräftigen Rotwein servieren.
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Küche | Mittwoch, 12. September 2007
Ich bin in Niedersachsen geboren. Dort gibt es so wunderbare Gerichte wie Schnippelbohnen, Grünkohl mit Pinkel oder Gröner Hein – auf hochdeutsch: Birnen, Bohnen und Speck.
Südlich des Weißwurstäquators, wahrscheinlich aber auch schon deutlich darüber, wird man mit Sicherheit die Nase rümpfen – Speck und Birnen? Mit Bohnen? Doch, das ist ein wirklicher Hochgenuss und passt außerordentlich gut zum kalten September, wie wir ihn ja zur Zeit erleben müssen.
Zutaten für 4 Personen
- 750 g frische grüne Bohnen
- 4 Scheiben geräucherter Speck à 150 g
- 4 nicht zu weiche Birnen
- 1 Bund frisches oder 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- Pfeffer, Salz

Zubereitung
Die Speckscheiben in einen Topf mit 1/2 Liter Wasser (nicht mehr, sonst wird der Sud zu wässrig) legen und zum Kochen bringen. Bei niedriger Hitze ca. 30 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Bohnen putzen und waschen. Mit dem Bohnenkraut zum Speck geben, salzen, pfeffern und zugedeckt 15 Minuten garen lassen.
Tipp: Bevor Sie salzen, probieren Sie den Specksud, möglicherweise ist er schon ausreichend salzig.
Die Birnen schälen, den Blütenansatz entfernen (den Stiel dran lassen) und in den Topf geben, weitere 15 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen.
Auf vier Tellern anrichten, mit der gehackten Petersilie (die auf dem Foto leider fehlt – glatt vergessen) bestreuen und servieren.
Dann man tau!
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Küche | Mittwoch, 22. August 2007
Toskanischer Panzanella wird mit altbackenem, in Wasser und Essig eingeweichtem Weißbrot, das anschließend ausgedrückt und zerkrümelt wird, zubereitet. Mein Panzanella wird mit frischem, erst getoasteten, dann mit Knoblauch eingeriebenen und in Olivenöl angerösteten Weißbrot gemacht. Das ist mein Lieblingssalat, der nicht nur schnell zubereitet ist, sondern in den man auch alles hineintun kann, was der Gemüsekorb gerade so hergibt. Tomaten sollten allerdings immer dabei sein.
Zutaten für 4 Personen als Vorspeise
- 4 -8 fingerdicke Ciabattascheiben

- 1 Knoblauchzehe
- 12 Kirschtomaten
- 150g Rucola
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- Parmesan
- Olivenöl
- Aceto Balsamico
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Ciabattascheiben toasten, anschließend die geschälte Knoblauchzehe darauf verreiben. Das Brot in mundgerechte Stücke schneiden und in der Pfanne in Olivenöl sachte anrösten.
Zwischendurch den Rucola und die Frühlingszwiebeln waschen und putzen. Die Frühlingszwiebeln in schräge, ca. 1cm lange Röllchen schneiden. Die Tomaten waschen, entstrunken und halbieren.
Wenn das Brot knusprig braun ist, in eine Salatschüssel legen und mit einem guten Schuss Olivenöl beträufeln. Darauf erst den Rucola, dann die Tomaten und anschließend die Frühlingszwiebeln schichten. Salzen und pfeffern. Mit einem Hobel (oder einem Küchenmesser) ordentlich Parmesanspäne darüber reiben und zum Schluss mit 2 EL Aceto Balsamico und noch einem Schuss Olivenöl beträufeln.
Vermischt wird der Salat am Tisch, bevor man die Gäste bedient (oder sie sich selbst bedienen).
Tipp
Probieren Sie als weitere Zutat(en) z. B. entkernte Salatgurken, gekochte weiße Bohnen, enthäutete rote Paprika, feingehackte Schalotten, Kapernäpfel, Basilikumblätter, glatte Petersilie …
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