Eingelegte geröstete Paprika
Irgend etwas entscheidendes scheine ich in den vergangenen Jahren verpasst zu haben – hat die EU möglicherweise unbemerkt eine Paprika-Sondersteuer eingeführt? Gibt es eine neue Capsicum annuum-Lausart, die sich regelmäßig weite Teile der Ernte einverleibt? Oder warum kostet ein Kilo Paprika – das einem vor ein paar Jahren noch hinterher geschmissen wurde – mittlerweile 4,49 Euro?
Da werden diese eingelegten gerösteten Paprika, Peperoni arrostiti, eine köstliche Vorspeise, fast schon zum Luxusessen …
Zutaten

- 6 rote Paprika
- ein EL kleine Kapern
- 1 Bund glatte Petersilie
- 4–6 dünn geschnittene Knoblauchzehen
- grobes Meersalz
- viel gutes Olivenöl
Zubereitung
Die Paprika der Länge nach halbieren, vom Stiel und von allen Rippen und Samen befreien, waschen und gut abtrocknen. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Rost legen und in den Backofen unter den vorgeheizten Grill schieben.
Wenn die Haut anfängt, an einigen Stellen fast schwarz zu werden (je nach Ofen nach ca. 20 Minuten), die Paprikahälften aus dem Ofen holen und für 5 Minuten unter einem feuchten Küchenhandtuch abkühlen lassen. Anschließend lässt sich die Haut leicht abziehen.
Die Paprika der Länge nach in zwei bis drei Streifen schneiden. In eine flache Schale (gut geeignet sind z. B. kleine Auflaufformen) eine Lage Paprika schichten, mit etwas Knoblauch, fein geschnittener Petersilie, einigen Kapern und etwas Salz bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln, darauf wieder eine Lage Paprika etc. Das ganze so oft wiederholen, bis die Paprikastreifen aufgebraucht sind.
Zum Schluss mit Olivenöl aufgießen, bis alles restlos bedeckt ist und für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Tipp: Wenn die Paprika aufgegessen ist, das übrig gebliebene Olivenöl keinesfalls wegwerfen. Durch ein Sieb gegeben eignet es sich bestens zum Anmachen von Salaten.
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Kommentare:
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„Viel gutes Olivenöl“ – welches benutzt du? Ich bin öfters auch von etwas teureren Sorten enttäuscht gewesen, weil das Öl einfach zu scharf und bitter war. Ein Öko-Test-Bericht hat mich auf Bertolli gebracht – das einzige, was kritisiert wurde, waren die Klarglasflaschen (kein Lichtschutz). Aber lange hält so ein Fläschchen ja eh nich; und die Preise entsprechen der Philosophie „gutes muss nicht teuer sein“.
Zum Kochen und Braten nehme ich das Aldi-Olivenöl, für den Zweck ist das gut genug. Für alles andere nehme ich zur Zeit Rietine (Achtung: Flash-Alarm!) aus dem Chianti. Mit dem bin ich zwar auch nicht 100%ig zufrieden, aber demnächst bekomme ich wieder eine Flasche meines absoluten Lieblings-Olivenöls. Das Rietine bekommt man z. B. in Potsdam bei in Vino, das Marco Carpineti ist wohl ein Privatimport eines Kunden eines Kumpels und nur über Beziehungen zu bekommen ;-)
In besseren Geschäften kann man Olivenöl vor dem Kauf probieren, was ich bei einem teuren Öl auch immer tun würde. Zu unterschiedlich sind die Geschmacksrichtungen – ich bevorzuge einen sehr kräftigen und fruchtigen Geschmack. Wenn es im Hals kratzt, ist das übrigens ein Zeichen dafür, dass das Öl frisch ist und aus grünen Oliven gewonnen wurde – ein Qualitätsmerkmal also.
Im übrigen habe ich festgestellt, dass es sich nicht lohnt, „gutes“ Olivenöl für 5 oder 8 Euro zu kaufen. Der Unterschied zu den günstigeren Extra Vergines für 3,50 ist minimal und die Preisdifferenz nicht wert. Dann lieber gleich richtig und so ab 9–10 Euro einplanen.
Na toll, jetzt haben Sie es geschafft: obwohl ich eben erst zu Mittag gegessen habe, knurrt mir jetzt (nachdem ich den Artikel las) wieder der Magen ;-)
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