Pizza Pizza!
Ich erwähnte bereits, dass ich weder Tiefkühl- noch Bringdienstpizza mag. Aber man kann den Pizza-selbst-machen-Verweigerern ja nicht oft genug sagen, wie einfach das eigentlich geht. Und um wieviel leckerer eine selbst gemachte Pizza ist.
Zutaten für 2-3 Personen
200 g Mehl
1/4 Würfel frische Hefe
(oder 1/2 TL Trockenhefe)
1 knapper TL Salz
50 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
Kirschtomaten
2 Mozzarelle
frischer Rosmarin
1-2 EL Kapern
2 Zehen Knoblauch
Parmesan
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zubereitung
Die Hefe im Wasser auflösen. Mit Mehl, Olivenöl und Salz in einer Schüssel vermischen und mit Knethaken oder Händen einige Minuten kneten. Ist der Teig zu trocken, geben sie noch ein wenig Wasser hinzu, klebt er zu stark, ein wenig Mehl. Eine Kugel formen und eine gute Stunde zugedeckt aufgehen lassen.
Den Teig dünn ausrollen, mit Mehl bestäuben, falls er kleben sollte. Entweder zwei runde Pizzableche oder ein normales Ofenblech damit auslegen.
Den Teig mit dem Tomatenmark bestreichen und mit den halbierten (falls sie zu groß sind: in Scheiben geschnittenen) Kirschtomaten belegen. Die Mozzarelle mit der Hand zerpflücken und darüber verteilen. Den in dünne Scheiben geschnittenen Knoblauch, die Kapern und die Rosmarinnadeln darüber streuen und anschließend salzen:
Im auf 200 °C vorgeheizten Ofen so lange backen (ca. 15-25 Minuten, je nach Ofen), bis die Teigränder dunkel werden.
Pfeffer darüber mahlen, mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und einen Schuss bestes Olivenöl darüber geben:
Wer danach noch jemals eine einzige Tiefkühlpizza kauft, hat irgendwas falsch gemacht.
Ähnliche Beiträge:
Liebes Tagebuch (122) Adobe-Akamai-„Trojaner“ rsmac_3652
Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Beim Belag geb ich Dir absolut recht.
Leider kriegst Du den Boden bei nur 200° nicht mal im Ansatz so hin, wie es der (Bring-)Pizzabäcker schafft. Daher: Margherita bestellen (bei einem mit geschmacksneutralem Käse) und dann selbst belegen. Mir würden da z.B. guter Schinken oder gute Salami und ein paar Parmesanspäne schon reichen.
Auch ohne Pizzaofen geht um Längen besser als jeder (mir bekannte) Pizzabringer in Deutschland – mit einem Pizzastein. Allerdings heize ich den Herd zum Backen auf das Maximum von 250° auf. Das wird knusprig dünn und wenn man den Boden nicht typisch deutsch mit irgendwelchem Belag zupappt, dann steht sie kaum italienischen Verhältnissen nach. Ein schönes Lob kam von meiner Tochter, als sie einmal Werbung für $Marke$ Tiefkühlpizza sah: „Hast Du das gesehen? Das soll lecker sein, wenn's hochbäckt – bähh…“
Keine Frage, mit einem Pizzastein wäre das Ergebnis sicher noch etwas besser, aber wie man auf dem zweiten Foto sieht, bekomme ich auch bei 200 °C einen dünnen, knusprigen Boden hin.
bei einem ähnlichen versuch eine pizza zu machen habe ich aus Ermangelung an genügend Weizenmehl ca. 1/3 Dinkelmehl hinzugefügt.
Ich bin kein Vollwert / Vollkornesser, aber das war richtig lecker! Was auch immer gut funktioniert ist, wenn man die frischen Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei) in den Teig mit einarbeitet auf der Pizza verbrennen sie so schnell.
Kann ich mir zwar nicht so richtig vorstellen (obwohl ich Dinkel-Vollkornmehl seit kurzem liebe. Demnächst gibt es hier ein Rezept für Walnuss-Vollkornbrot – die erste Bewertung gestern: „besser als sehr gut“ ;-), werde es aber bei Gelegenheit aber mal ausprobieren.
gerade ausprobiert: sehr lecker. allerdings ohne kapern und ohne knoblauch; wobei ich letzteres nächstes mal probieren werde. danke fürs rezept und lob auch von meiner freundin!
Ich mach die ganz ähnlich und es schmeckt toll! Dank deinem Tipp hab ich gestern mal noch Knoblauch darübergestreut – super Sache!
Ich öle den Teig immer ein, bevor die Tomatenpampe drauf kommt um den Teig vor der Feuchtigkeit zu schützen, und dann dreh ich den Ofen auch immer voll auf (250 Grad). M.E. macht das den Teig knuspriger. Man kann auch ruhig mal einen anderen Käse nehmen – z.B. alten Gruyere in dünne Scheiben geschnitten oder Gorgonzola. Aber ja: Bringpizzas bringen es überhaupt nicht und zu TK-Pizzas kann ich mir kein Urteil erlauben – ich habe noch nie eine gegessen.
Also wenn ich schon lange für die Zubereitung eines Essens brauche, dann mach ich mir doch gleich was gescheites zum Essen und nicht Pizza.
Pizza ist ein Essen, das man macht, wenn es schnell gehen muss. Wenn man viele Leute hat, die viel essen wollen, geht selbergebackene Blechpizza schnell, zumindest im Vergleich zu dem meisten anderen, was man in der Menge herstellen würde.
Wenn man nur eine einzelperson oder vielleicht zu zweit ist, dann ist eine Tiefkühlpizza oder eine Bring-Pizza auf jeden Fall vorzuziehen. Wenn ich etwas will was lange zu machen braucht gibt es einen Haufen Rezepte, zum Beispiel von Gulasch, Spaghetti, asiatischen oder orientalischen Gerichten.
Du hast da etwas nicht verstanden: Erstens dauert die Zubereitung einer selbst gemachten Pizza nicht lange, und zweitens ist sie – wenn sie selbst gemacht ist – etwas überaus Gescheites. Wenn man natürlich immer nur TK- oder Bringdienstdinger gegessen hat, kommt man ohne Zweifel schnell zu der Annahme, Pizza sei nur etwas für viele Leute, denen der Geschmack egal ist.
Kleiner Tipp am Rande: Hefeteig kann man sehr gut im Kühlschrank aufbewahren (vgl. auch das Fünf-Minuten-Brot, die Anleitung ist überall im Netz). Ich lasse den Teig erst einmal gehen, bevor er in den Kühler kommt. Er reift dort auch noch nach. Ca. 1 Woche später ist er optimal, nach 2 Wochen grenzwertig. Aus diesem Teig kann entsteht neben Pizza auch ganz rasch ein recht gutes Brot. Wenn man jetzt noch eine selbstgemachte Präserve Tomatensauce gebunkert hat, geht die Pizza schneller als Fertigpizza oder Bringdienst. Über den Geschmacksunterschied wurde ja schon intensiv berichtet.
Das nur gegen das „Zeitargument“
@Dirk Brinker: Das mit dem Einölen mache ich auch und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
Ich werde dein Rezept auf jeden Fall ausprobieren und wenn ich es so hinbekomme wie auf deinen Bildern wird sie mit Sicherheit sehr gut schmecken. Ich finde nämlich auch, dass Pizzen nicht überladen mit Belag sein dürfen…
Vielen Dank, hab Dein Rezept mal ausprobiert und bei einem zweiten Versuch etwas abgewandelt.
450 g feines Mehl (im Schwabenländle auch Spätzlesmehl)
250 ml lauwarmes Wasser
20 g Salz
1 Briese Zucker
20 g Hefe (am besten die Würfel-Frischhefe)
10 ml feinstes Olivenöl
Zubereitung:
Wasser, Hefe, Zucker, Salz und Olivenöl in eine kleine Schüssel geben und ein wenig warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Dann diese Flüssigmischung zum Mehl mit dazu geben und kräftig kneten.
Teig eine Stunde gehen lassen, anschließend noch mal kneten und ab in den Kühlschrank damit. Wenn man regelmäßiger Pizza-Esser ist, dann kann man sich den Teig auch im Vorrat machen. Hält sich, wie rolfonso schon geschrieben hat, zugedeckt mit Frischhaltefolie, eine gute Woche. Meiner Ansicht nach ist genau diese „Ruhe-Zeit“ des Teiges geschmacksentscheidend. Alles über 1 – 2 Tage ist schon mal gut.
Was ich auch noch immer mache ist, den Ofen ca. eine halbe Stunde auf voller Hize vorheizen, dann geht das Backen schneller und man bekommt den klassischen italienischen Eindruck besser hin.
Vielen Dank für Dein Rezept.
@ Ben
Öl im Pizzateig ist so ein Streitpunkt. Ein Bäcker hat mir kürzlich erzählt, dass ca. 2% Öl (gemessen auf die Mehlmenge) den Teig geschmeidiger machen und der sich dann leichter ausrollen lässt. Muss ich mal ausprobieren.
Kommentar schreiben:
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kommentare:
- Michael Preidel zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Götz zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Henning zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
Schlagwörter


