Liebes Tagebuch (129)
Heute Mittag nur mal schnell in den Supermarkt gefahren, eigentlich hatte ich gar keine Zeit, aber ich brauchte Milch. Auf dem Rückweg ging vor einer roten Ampel der Wagen aus. Und nicht wieder an. Nach einigem Georgel sprang er dann doch noch mal an, nur um beim nächsten Halt wieder auszugehen. Diesmal endgültig. Hinter mir wurde die Schlange lang und länger, weil wegen der Enge der Straße niemand vorbeikam. Schließlich erbarmten sich einige Passanten und halfen mir, den Wagen an den Straßenrand zu schieben. Bordbuch rausgeholt und die Nummer der VW-Nothilfe gesucht. Festgestellt, dass ich gar kein Handy eingesteckt hatte. Mist! In ein Geschäft gegangen, die Situation erklärt und gefragt, ob ich mal telefonieren dürfe. Durfte ich. Nach nur fünf Minuten in der Warteschleife nahm ein freundlicher Herr sämtliche Daten auf, inklusive Fahrgestellnummer, und fragte, bei welchem Autohaus ich den Service machen lassen würde. Als ich ihm sagte, dass ich den Wagen beim Autohaus K. in M. gekauft habe, aber seither noch kein Service anstand, meinte er, gut, dann nehmen wir das Autohaus B., das ist ja viel näher, das geht dann auch schneller. Nach 15 Minuten kam der Abschleppwagen. In der Werkstatt sah man sich die Sache an und fragte, wieso der Wagen denn nicht gleich zum Autohaus K. geschleppt worden wäre, schließlich liefe darüber ja auch die Garantie. Mitgeteilt, dass die VW-Nothilfe das so entschieden habe. Autohaus K. teilte telefonisch mit, man sei in einer halben bis Dreiviertelstunde da, um den Wagen nach M. zu transportieren. Im strömenden Regen wurde aufgeladen, 25 Minuten später waren wir in M. Dort sagte man mir, dass die Mobilitätsgarantie leider nun nicht mehr gelte, da ich ja ursprünglich zum Autohaus B. geschleppt wurde. Die seien zwar nicht zuständig, aber so sei das nun mal. Aber selbstverständlich würde man mir einen kostenlosen Mietwagen zur Verfügung stellen. Aufgeatmet. Und ein bisschen über die VW-Nothilfe gemeckert, die das eigentlich hätte wissen müssen. Anschließend konnte ich nach knapp vier Stunden endlich wieder nach Hause fahren. Die Milch brauchte ich jetzt allerdings auch nicht mehr.
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Kommentare:
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Oh nein, du hast aber auch immer Pech mit deinen Autos.
Seid wann ist die Mobilitätsgarantie abhängig vom Autohaus?
Was ist denn wenn man nicht in seiner Heimatstadt liegen bleibt, da wird man auch in das nächste- in deinem Fall, VW Autohaus geschleppt.
Als ich mit meinem Audi liegen geblieben bin, gabs da überhaupt keine Probleme, ich wurde in die nächst gelegene Audi- Vertragswerkstatt gebracht.
Und, weißt du schon die Ursache?
Bisher habe sie noch nicht angerufen (hoffentlich ist das kein schlechtes Zeichen), vermutet wird ein Ausfall der Kraftstoffpumpe oder irgendein defektes Pumpe/Düse-Element.
Das mit der Mobilitätsgarantie haben sie mir so erklärt: Wenn ich im Umkreis von 50 Kilometern von meinem Autohaus liegen bleibe, ist nur das für die Reparatur zuständig, bei mehr als 50 Kilometern ist es egal. Die Mobilitätsgarantie gilt aber nur bei dem Autohaus, wo ich zuerst auf den Hof geschleppt worden bin – was in meinem Fall allerdings nicht zuständig war. Das hätte die VW-Nothilfe eigentlich wissen müssen, vor allen Dingen, weil sie ja explizit nach meinem Autohaus gefragt haben.
Aber ist ja gerade noch mal gut gegangen …
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