Küche | Dienstag, 27. September 2005
Von: info[ätt]qxm.de
Betreff: Farbsplitter in der Bierflasche
Datum: 3. September 2005 09:21:23 MESZ
An: info[ätt]franziskaner.info
Guten Tag,
ich halte Franziskaner für eines der besten Weißbiere; indes hat das, was mir da gestern Abend buchstäblich fast im Halse stecken blieb, mein Vertrauen in die Qualität doch einigermaßen erschüttert. Reinheitsgebot schön und gut, aber auch feste Bestandteile wie ein 1,5 cm langer Farbsplitter mit ein bisschen Kitt und Holz an der Rückseite haben in einem Bier nichts verloren – da werden Sie mir zustimmen.
Was raten Sie mir: Soll ich jetzt die Marke wechseln oder darauf hoffen, dass mir nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit mit Franziskaner so etwas so bald nicht noch einmal passiert?
Mit freundlichen Grüßen
Michael Preidel
Ich meckere nicht gerne, vor allem auch, da meckern zur Zeit ohnehin nicht besonders opportun ist (schließlich bin ich Deutschland, und deshalb wahrscheinlich auch irgendwie Franziskaner), aber warum eigentlich hat mir Franziskaner eine Antwort auf diese doch relativ wohlgesonnene E-Mail bis jetzt vorenthalten? Gerade keine Zeit, weil das Qualitätsmanagement neu strukturiert wird? Okay, das wäre eine Entschuldigung …
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Küche | Montag, 5. September 2005
Sie kennen die mexikanischen Tortillas: gebackene bzw. gebratene dünne Maismehlfladen, seltener auch Weizenmehlfladen, die gefüllt und gerollt gegessen werden. Aber kennen Sie auch die spanische Tortilla de Patatas? Sie hat mit der mexikanischen nur den Vornamen gemein, kann heiß oder kalt gegessen werden und ist relativ einfach in der Zubereitung, aber umso köstlicher beim anschließenden essen.
Zutaten für 1 Tortilla
- 500 g festkochende Kartoffeln

- 2 mittelgroße Zwiebeln
- 3 Eier
- 1/2 Bund glatte Petersilie
- Olivenöl zum braten
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Kartoffeln mit einer Bürste schrubben (Sie können sie selbstverständlich auch schälen) und entweder mit einem Messer oder besser mit einem Gemüsehobel in 1-2 mm dünne Scheiben schneiden. Anschließend ungefähr 5 Minuten kochen – sie sollen nicht durchgegart sein, da sie ja noch gebraten werden.
In einer Pfanne (ich empfehle eine Eisenpfanne) mit 20-24 cm Durchmesser das Öl heiß werden lassen. Die in Streifen oder Ringe geschnittenen Zwiebeln hineingeben, umrühren. Nach zwei Minuten die Kartoffeln dazugeben, alles Farbe annehmen lassen.
Währenddessen in einer Schüssel die Eier mit einer Gabel verquirlen und kräftig salzen und pfeffern.
Die Kartoffeln direkt aus der Pfanne zu den Eiern geben und alles gut verrühren. Die Pfanne zurück auf den Herd stellen, nochmals Olivenöl heiß werden lassen, die Kartoffel-Zwiebel-Eier-Mischung in die Pfanne geben und glattstreichen. Die kleingehackte Petersilie über der Tortilla verteilen und die Hitze auf ca. 1/3 zurückschalten.
Nach ca. 5-10 Minuten (kontrollieren Sie die Unterseite der Tortilla, indem Sie sie mit einer Palette o. ä. anheben – sie soll eine dunkle Farbe bekommen, aber nicht verbrennen) die Tortilla mit Hilfe eines großen Tellers wenden, die Hitze auf kleinste Stufe zurückstellen und weitere 5-10 Minuten braten lassen.
Aus der Pfanne nehmen, mit der Petersilie-Seite nach oben wie eine Torte in acht Stücke zerteilen und heiß oder kalt servieren, eventuell zusammen mit ein paar Tapas.
¡Vamos linditas mias!
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Küche | Samstag, 23. Juli 2005
Heute Abend gibt es eins meiner Leibgerichte: selbst gemachte Gnocchi mit in Butter gerösteten Salbeiblättern und Parmesan.
Zutaten für 4 Personen 
- 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
- 200 g Mehl
- 2 Eier
- ca. 30 Salbeiblätter
- 150 g Butter
- frisch geriebener Parmesan
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Kartoffeln waschen, mit Schale gar kochen und abkühlen lassen. Anschließend pellen und entweder mit einer Kartoffelpresse, oder, falls keine solche zur Hand, mit einem Kartoffelstampfer o. ä. zerdrücken. Das Mehl, die Eier und eine Prise Salz zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten.
Aus diesem Teig formt man gut fingerdicke Röllchen, die man in 2 cm dicke Gnocchis schneidet. Jedes Klößchen kurz mit der Hand auf der Arbeitsfläche rollen, mit den Zinken einer Gabel leicht eindrücken – das vergrößert die Oberfläche und lässt die Butter besser haften – und in kochendes Wasser werfen. Wenn sie nach 2–3 Minuten an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar und man kann sie mit einem Schaumlöffel herausfischen.
Die Salbeiblätter in der Butter sachte anbraten. Mit den Gnocchis vermischen, salzen und pfeffern. Mit Parmesan bestreut servieren.
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Küche | Freitag, 22. Juli 2005

In dem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass ich in meinem Rezept vom letzten Jahr etwas wichtiges vergessen habe: Rührt man zum Schluss ein Bund kleingehackte glatte Petersilie unter die Pfifferlinge, schmecken sie noch besser.
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Küche | Montag, 27. Juni 2005
Davon ernähre ich mich seit einiger Zeit: pa amb tomàquet, zu deutsch: Brot mit Tomate. Hört sich langweilig an? Probieren Sie’s mal. Für mich ist das die kulinarische Entdeckung dieses Sommers.
Zutaten 
- Bauernbrot, in knapp 1 cm dicke Scheiben geschnitten
- ganze geschälte Knoblauchzehen
- 1/2 reife Tomate pro Brotscheibe
- bestes Olivenöl
- grobes Meersalz
Zubereitung
Die Brotscheiben im Toaster, in einer Grillpfanne, im Backofen oder auf dem Holzkohle-Grill anrösten. Erst – je nach Gusto – eine viertel oder halbe Knoblauchzehe, dann eine halbe Tomate (nur das Fruchtfleisch, die Schale wirft man weg) auf einer krossen Brotscheibe verreiben, ein paar Tropfen Olivenöl darüber verteilen, salzen und genießen.
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Küche | Freitag, 24. Juni 2005
Irgend etwas entscheidendes scheine ich in den vergangenen Jahren verpasst zu haben – hat die EU möglicherweise unbemerkt eine Paprika-Sondersteuer eingeführt? Gibt es eine neue Capsicum annuum-Lausart, die sich regelmäßig weite Teile der Ernte einverleibt? Oder warum kostet ein Kilo Paprika – das einem vor ein paar Jahren noch hinterher geschmissen wurde – mittlerweile 4,49 Euro?
Da werden diese eingelegten gerösteten Paprika, Peperoni arrostiti, eine köstliche Vorspeise, fast schon zum Luxusessen …
Zutaten

- 6 rote Paprika
- ein EL kleine Kapern
- 1 Bund glatte Petersilie
- 4–6 dünn geschnittene Knoblauchzehen
- grobes Meersalz
- viel gutes Olivenöl
Zubereitung
Die Paprika der Länge nach halbieren, vom Stiel und von allen Rippen und Samen befreien, waschen und gut abtrocknen. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Rost legen und in den Backofen unter den vorgeheizten Grill schieben.
Wenn die Haut anfängt, an einigen Stellen fast schwarz zu werden (je nach Ofen nach ca. 20 Minuten), die Paprikahälften aus dem Ofen holen und für 5 Minuten unter einem feuchten Küchenhandtuch abkühlen lassen. Anschließend lässt sich die Haut leicht abziehen.
Die Paprika der Länge nach in zwei bis drei Streifen schneiden. In eine flache Schale (gut geeignet sind z. B. kleine Auflaufformen) eine Lage Paprika schichten, mit etwas Knoblauch, fein geschnittener Petersilie, einigen Kapern und etwas Salz bestreuen, mit etwas Olivenöl beträufeln, darauf wieder eine Lage Paprika etc. Das ganze so oft wiederholen, bis die Paprikastreifen aufgebraucht sind.
Zum Schluss mit Olivenöl aufgießen, bis alles restlos bedeckt ist und für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Tipp: Wenn die Paprika aufgegessen ist, das übrig gebliebene Olivenöl keinesfalls wegwerfen. Durch ein Sieb gegeben eignet es sich bestens zum Anmachen von Salaten.
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