Es gibt nicht viele Filme, bei denen ich eingeschlafen bin oder die ich – etwa wegen akuter Langeweile – vorzeitig verlassen habe: „Piraten“ von Polanski, „Gostbusters II“ und „Mary Shelley’s Frankenstein“ fallen mir da auf die Schnelle ein.
Bei „Lost in Translation“ habe ich es trotz der ziemlich früh einsetzenden Fluchtreflexe bis zum Schluss ausgehalten. Und meine in den ersten zehn Minuten des Films entstandenen Erwartungen sind bis zum Schluss auch nicht mehr enttäuscht worden: der Film ist an Langweiligkeit und schlechtem Schauspiel (90 Minuten gequälter Dackelblick von Bill Murray) schwer zu überbieten; von Komödie keine Spur, sofern man nicht schlichte Darstellungen der Verhaltensweisen von Menschen eines anderen Kulturkreises schon per se witzig findet, das Drehbuch ist eine Farce, von Rhythmus und Tempo ebenfalls keine Spur, geschweige denn von Herz oder Seele.
Deswegen wundern mich einerseits die drei Golden Globes von gestern, anderseits ärgern mich auch diese Aussagen, dass Sofia Coppola hiermit nun endgültig aus den Fußstapfen ihres Vaters herausgetreten sei. (Okay, auch der hat sich ja z. B. „Frankenstein“ geleistet – und wenn man’s von dieser Seite betrachtet und „Godfather“ oder „Apocalypse Now“ mal kurz völlig außer acht lässt…)
Oder gibt es irgendwelche geheimen, mir bis jetzt unbekannten Absprachen, dass man alle schlechten Filme erst mal in den Himmel lobt, um sie dann hinterher den freien Fall bzw. den Aufprall umso härter spüren zu lassen?
Dann würde es mir ehrlich leid tun, jetzt schon alles verraten zu haben.
Wasser in einem nicht zu weiten Topf aufsetzen, der Tafelspitz sollte gerade so hineinpassen. Das grob zerteilte Gemüse hineingeben. Die halbierte Zwiebel in einer trockenen Pfanne an der Schnittfläche sehr dunkel rösten und zusammen mit den Gewürzen ebenfalls ins Wasser geben. Aufkochen lassen. Hitze zurücknehmen und den Tafelspitz in die leise siedende Brühe legen, er soll komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Zugedeckt zweieinhalb Stunden auf kleinster Stufe ziehen lassen, zwischendurch den Schaum entfernen.
Anschließend herausnehmen, quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden, auf einer Platte anrichten und heiß oder lauwarm servieren.
Die Brühe kann man durch ein Sieb gießen und kräftig abgeschmeckt als Vorsuppe servieren.
Rucola-Pesto
150 g Rucola
3 EL Weißweinessig
6-8 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Knoblauch, Salz und Essig mit einem Pürierstab bearbeiten. Den Rucola dazu geben und ebenfalls pürieren. Olivenöl angießen und weiter pürieren, bis eine sämige Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Was gibt’s dazu?
Will man sich wenig Arbeit machen, gibt es nur Baguette oder Ciabatta, bei größerem Eifer macht man Röstkartoffeln und einen Feldsalat. Als Getränk empfiehlt sich ein trockener Weißwein, z.B. Viña Sol von Torres, erhältlich u.a. bei Real für 6,65 €.
Der Stern zeigt eine Bilderstrecke über die Geschichte des Macintosh. Leider haben sich da einige Fehler eingeschlichen, die einem langjährigen Mac-Nutzer natürlich sofort auffallen.
Das Foto auf Seite drei mit der Bildunterschrift „1987: Macintosh IIcx/ci“
zeigt keinen IIcx/ci, sondern einen Performa im berüchtigten Bierkisten-Design, das erst Jahre später vorgestellt wurde. Indirekt wird das auch auf Seite sechs („1991: Macintosh Quadra“) bestätigt; dort wird erwähnt, dass der Quadra aussehe wie ein auf die Seite gekippter IIcx.
Die viel zitierte Megahertz-Lücke zu den Intel-basierten PCs ab der zweiten Hälfte der 90er will sicher niemand bestreiten. Was aber der Stern auf Seite acht schreibt:
1994-1997: Power Mac
...erstmals tickten auch in Macintosh-Rechnern Prozessortaktraten, die bisher nur aus der PC-Welt bekannt waren
entspricht nun überhaupt nicht den Tatsachen. 1990 hat Apple den IIfx vorgestellt (übrigens mein erster eigener Mac) – mit einer Taktrate von damals unglaublichen 40 MHz. Zu der Zeit gab es in der PC-Welt gerade mal 80486 Prozessoren mit 16 MHz. Erst 1993 stellte Intel den Pentium mit 60 MHz vor und erstmals hatte Intel die Nase vorn – zumindest, was die Taktrate anging.
Auf Seite neun liest man:
1997: Power Mac G3
Im Design immer noch PC-mäßig langweilig…
Gut, das weiter oben erwähnte Bierkisten-Design war natürlich einfach schlecht, aber davor unterschied sich das Aussehen der Macs doch schon deutlich von dem der PCs. Nicht umsonst heimste Apple haufenweise Design-Preise ein. Verantwortlich dafür war übrigens Hartmut Esslinger, der 1983 für monatliche 100.000 USD plus Arbeitszeit plus Spesen von Deutschland nach Kalifornien übersiedelte und dort Frog Design gründete. (Zum Thema Apple und Frog Design siehe auch: „Der Frosch-König“)
Aber ich finde es nett, dass der 20. Geburtstag des Macs auch im Stern gefeiert wird.