Ich habe heute tatsächlich 6 Stunden damit verbracht, die Stylesheets für eine Website so hinzubiegen, dass eine horizontale Liste mit Hintergrundbildern und Rollovers auch in Win IE 5.x funktioniert. Die Hintergrundbilder wurden zwar dargestellt, aber das Padding der Linktexte funktionierte nicht, egal was auch immer man versuchte.

Wenn man’s weiß, ist es ganz einfach: IE 5.x kommt innerhalb von Listen nicht mit display: inline klar. Deshalb muss man dafür nur display: block und float: left einsetzen und schon klappt’s mit dem Padding.

Naja, was tut man nicht alles, um Web Standards einzuhalten…
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Leben | Samstag, 27. September 2003
Vielleicht ist das ja eine dumme Frage – aber warum werden eigentlich deutsche Mannschaften, egal bei welcher Sportart und gegen wen auch immer sie gerade spielen, in der Türkei grundsätzlich gnadenlos ausgepfiffen – wie eben mal wieder die deutsche Volleyballmannschaft beim Frauen EM Halbfinale gegen Polen?
Ich meine, Punkte (oder Tore oder was auch immer) der deutschen Gegner zu bejubeln, ist eine Sache, aber jedesmal schon in ein hysterisches Pfeifkonzert auszubrechen, wenn eine deutsche Spielerin nur zur Aufgabe geht, macht einen irgendwie merkwürdigen Eindruck.
Es ist ja nicht so, dass die Türkei und Deutschland nicht irgendwas verbindet – ich zumindest habe bei der letzten Fußball WM immer automatisch zur Türkei gehalten, und ich werde diese Einstellung sicher auch nicht ändern. Aber ärgern tut mich dieses unsportlich-schrille Gepfeife doch.
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Küche | Freitag, 26. September 2003
Am Dienstag habe ich seit langer Zeit mal wieder Boeuf Bourguignon gemacht, geht einfach und ist gut geeignet für Gäste.
Als Amuse-gueule gab es Baguette mit handgeschlagener Aioli (2 Eigelb, 1 TL Dijon Senf, 1 EL Weißweinessig verrühren, mit 250-300 ml Olivenöl zu einer Mayonnaise aufschlagen, vier zerdrückte Knoblauchzehen dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.)
Zutaten für 6 Personen
- 1,5 kg Rindfleisch aus der Oberschale
- 3 zerdrückte Knoblauchzehen
- 2 EL Mehl
- 1 Flasche Burgunder
- 3 Petersilienwurzeln, in Scheiben geschnitten
- 1 Bund glatte Petersilie
- 2 Zweige frischer Thymian
- 3 Lorbeerblätter
- 250 g durchwachsener Speck am Stück, in Scheiben geschnitten
- 500 g Schalotten
- 250 g Möhren, in schräge Scheiben geschnitten
- 500 g Champignons
- 140 g Tomatenmark
Zubereitung
Das Fleisch, das man am besten bei einem beliebigen Biometzger – man schmeckt den Unterschied, wirklich! – gekauft hat, parieren (von Fett und eventuellen Sehnen befreien), in 3-4 cm große Würfel schneiden und je nach Brätergröße in zwei oder drei Portionen ringsherum braun anbraten. Den Knoblauch zugeben, salzen, pfeffern und mit Mehl bestäuben. Rotwein angießen und Petersilienwurzel, Petersilie,Thymian und die Lorbeerblätter zufügen. Auf kleinster Flamme ca. 2 Stunden (eine halbe Stunde mehr schadet auch nicht) schmoren lassen.
Den Speck ausbraten, die ganzen Schalotten und die Möhren hinzufügen, kurz andünsten, 1/8 l Wasser dazugießen und 15 Minuten im geschlossenen Topf dünsten.
Zusammen mit den geputzten Champignons und dem Tomatenmark zum zwei Stunden (oder ein wenig mehr) geschmorten Fleisch geben und noch weitere 15-20 Minuten schmoren. Petersilie und Thymianzweige entfernen und abschmecken.
Dazu Thymian-Ofenkartoffeln. Vive la France!
Leben | Freitag, 26. September 2003
Nachdem Mitte der 90er meine Espressomarke mal vier Wochen in keinem Geschäft der Stadt zu bekommen war, folgt jetzt die zweite große Espressokrise.
Letzte Woche musste ich eine neue Espressomaschine bestellen. Eigentlich habe ich mit einer Lieferung in dieser Woche gerechnet, aber dann passierte dieses: Nach einer Willkommens- und einer Auftragsbestätigungs-Mail, die ich vom Händler bereits erhalten hatte, sollte angeblich auf einmal meine E-Mail Adresse falsch sein – man habe mehrfach versucht mich zu erreichen, aber die Mails kämen alle zurück. Die Krönung: der Händler beantwortete eine E-Mail Anfrage nach dem Liefertermin mit der Frage nach meiner E-Mail Adresse, offensichtlich um Zeit zu gewinnen. Als nächstes hätte er mich wahrscheinlich angerufen, um meine Telefonnummer zu bekommen. Nachdem ich dann schließlich auch noch hörte, dass die Lieferzeit ca. noch weitere 7 Werktage (insgesamt dann also knapp drei Wochen) betragen sollte, stornierte ich die Bestellung.
Als nächstes fragte ich bei Nemox direkt an und erhielt aus der Zentrale in Italien die Auskunft:
Die Lieferung erfolgt innerhalb von zwei Werktagen nach Zahlungseingang.
Sehr gut. Also bestellte ich gestern die Maschine direkt beim Hersteller. Als mir daraufhin dann allerdings die Kontoverbindung mitgeteilt wurde, las sich das mit den zwei Tagen auf einmal völlig anders:
Die Opera wird erst in der KW 43 (ab 20.10.03) produziert. Ich gebe Ihnen die Bankverbindung bekannt aber Sie können das Geld einfach in der KW 42 überweisen.
Nein, vielen Dank, aber ich kann nicht noch vier Wochen auf vernünftigen Caffè warten.
In der Zwischenzeit hatte ich herausbekommen, dass ein Händler in Berlin Nemox Maschinen führt. Ich erfragte telefonisch, ob die Opera vorrätig sei und wieviel sie koste. »Ja, wenn wir sie nicht von Nemox haben, haben wir zumindest eine baugleiche«. Aha, bis dahin wusste ich nicht, dass es sich um ein OEM Produkt handelte. »Und sie kostet 499 Euro.« Auf meine Frage, warum der Preis 140 Euro über dem von Nemox selbst und allen anderen mir bekannten Internet Shops läge, bekam ich die Antwort, dass das alles Nettopreise seien. Hm, 359 Euro plus 16% MwSt. gleich 499 Euro?
Nächster Versuch: ebay. Dort gibt es die Caffè dell’Opera zum Sofortkauf. Vorsichtig, wie ich mittlerweile geworden bin, frage ich beim Anbieter nach, ob die Maschine auch lieferbar ist. Die Antwort, dass er sie sofort nach der Auktion bei seinem Lieferanten bestelle, reichte mir nicht ganz, und so erklärte ich ihm in einer weiteren Mail die Situation; dass ich schon bei Nemox bestellt hätte etc.
Die Antwort war deprimierend – natürlich handelt es sich bei seinem Lieferanten um Nemox selbst. Er wisse zwar nichts von Lieferschwierigkeiten, aber er würde sich erkundigen – die Antwort steht leider immer noch aus.
Ich möchte überhaupt nicht den Eindruck erwecken, dass es sich bei Nemox um einen Saftladen handelt, aber sollte nicht wider Erwarten doch noch eine Lieferzusage erfolgen, werde ich mich nach einer anderen Maschine umsehen müssen. Und das wird bestimmt keine Nemox.
Update 16.18 Uhr
Ich habe heute gegen mittag einen weiteren – sehr netten – ebay Anbieter angerufen, der aus allen Wolken fiel, als ich ihm das Produktionsdatum 20.10.2003 für die Opera nannte. Er wollte sich erkundigen und hat sich gerade bei bei mir per E-Mail gemeldet:
Habe keine Antwort bisher von Nemox oder Gebietsleiter XXX1 die auf sofortige Lieferung schließen läßt!
1 (Name von mir unkenntlich gemacht)
Tschüss, Nemox. Aber was nehme ich nun?
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Küche | Donnerstag, 25. September 2003
Nachdem ich die letzten Jahre so ziemlich alles ausprobiert habe, was es an Tipps gegen Fruchtfliegen gibt (die man bekanntlich in Form von Eiern in bzw. auf Obst selbst in die Wohnung einschleppt), habe ich hiermit nun endlich auch Erfolge zu verzeichnen:
Man fülle ein Glas mit Fruchtsaft, gebe einen Schuss Essig und – jetzt kommt die entscheidende Ingredienz: zwei Tropfen Spülmittel hinzu.
Das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung, so dass die Fliegen nicht nur auf der Flüssigkeit herumschwimmen, sich an ihr gütlich tun und anschließend wieder losschwirren, sondern schon bei der Landung im Glas ziemlich zügig untergehen.
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Küche | Dienstag, 23. September 2003
Was mich immer sehr ärgert, ist die eine Flasche Wein aus einer Kiste, die offensichtlich grundsätzlich Kork haben muss – deshalb ist ein Korkverschluss schon seit einiger Zeit längst kein Qualitätskriterium mehr für mich.
Noch mehr ärgert es mich, wenn mir ein Weinverkäufer erzählt, Kork sei nun mal das beste Material, um eine Weinflasche zu verschließen, schließlich müsse der Wein atmen. Daran sind zwei Dinge (also alles!) einfach falsch: weder ist Kork luftdurchlässig, noch muss Wein in der Flasche atmen. Wenn er das täte, würde er oxidieren und wäre nicht über Jahre oder gar Jahrzehnte lagerfähig. Das kann man selbst nachvollziehen, indem man eine Flasche Weißwein eine Woche offen stehen lässt und sich anschließend ein Glas davon einschenkt.
Aber sogar Ing. Josef Pleil, immerhin Präsident des österreichischen Bundesweinbauverbandes meint ja, »Wein will aber ‚atmen‘« – dieser geballte Sachverstand erklärt wohl auch den geringen Stellenwert österreichischer Weine.
Der Verschluss einer Weinflasche hat einzig und allein die Aufgabe, diese möglichst luft- und flüssigkeitsdicht zu verschließen. Die Alternativen zum Kork – Drehverschlüsse, Kronkorken, Plastikkorken – setzen die deutschen Winzer allerdings dennoch kaum ein, da die Verbraucher angeblich nicht auf das »Plopp« beim Öffnen der Flasche verzichten wollen. Ich verzichte, ehrlich gesagt, lieber auf verkorksten Wein.
Und, nebenbei bemerkt: Wenn ich Winzer wäre, würde ich mich schwarz ärgern, dass ein schlechter Korken für 40 Cent (oder mehr) die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte machen kann.
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