Bei der lokalen Entwicklung von PHP Scripts mit Apache unter Mac OS X hatte die PHP Funktion setlocale() (hier gibt’s das Manual) wegen der nicht installierten locales bei der Anzeige im Browser keine Wirkung.
Der Umstand hat ein Ende – bei Sébastien Gallerand kann man ein Locale Package herunterladen.
Nachdem die letzten acht Jahre VersionTracker meine Informationsquelle für Softwareupdates war, ist es ab sofort MacUpdate.
MacUpdate wird nicht nur schneller geladen (MacUpdate: 92kB, VersionTracker: 128kB), sondern erlaubt auch direkten Download, ohne wie bei VT auf eine andere Seite umgeleitet zu werden, um dort noch auf einen Browserrefresh warten zu müssen, bevor der Download endlich beginnt.
Eigentlich hatte ich den Wechsel schon beim letzten Redesign von VT vor, aber alte Gewohnheiten zu ändern braucht eben seine Zeit…
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Leben | Montag, 11. August 2003
Wie ich überhaupt dahin gekommen bin, weiß ich nicht mehr, aber ich hätte spätestens nach diesem Screenshot bei Telepolis wissen müssen, was mich bei NewsMax.com erwartet.
Zum Beispiel dieses Buch mit dem Titel »Catastrophe: Clinton’s Role in America’s Worst Disaster« (http://www.newsmaxstore.com
/nms/showdetl.cfm?&DID=6&Product_ID=888&CATID=13), das in der »9/11 Collection« verkauft wird und in dem allen Ernstes behauptet wird, Bill Clinton trage die Schuld am 11. September:
As Catastrophe: Clinton’s Role in America’s Worst Disaster demonstrates, the events of September 11 not only were predictable after eight years of Clinton, but they also could have been prevented.
Catastrophe exposes what really happened during the Clinton years, and how Bill Clinton and his administration systematically undermined America’s national security by emasculating the U.S. military and the nation’s intelligence agencies.
Das NewsMax.com natürlich auch vehement für das Recht eintritt, mit Waffen herumballern zu dürfen, dürfte klar sein:
We have a God-given inalienable right to arm ourselves.
Dass aber in dem Artikel »From the Children« (http://www.newsmax.com
/archives/articles/2003/7/7/141102.shtml), aus dem dieses Zitat stammt, eine von 11-jährigen Schülern gespielte Gerichtsverhandlung als Argument bzw. als Beweis dafür herhalten muss, dass Waffen in Schulen notwendig sein sollen,
Miss Erickson’s class understood the territorial imperative of protecting your turf from criminals.
mutet doch, gelinde gesagt, ziemlich hanebüchen an. Vor allem, wenn man weiß, dass Janalee Tobias, Gründerin und Präsidentin von »Women Against Gun Control« (http://www.wagc.com) als erwachsene »Expertin« bei dieser Verhandlung von Kindern mitgewirkt hat. Auf ihrer eigenen Website eröffnen sich folgerichtig weitere Abgründe, z.B. die Fotoseite, und da besonders diese Bildunterschrift:
Rep. Helen Chenoweth, (R) ID. meets w/ WAGC and other women concerned about people losing gun rights if they spank their children.
Aha, die besorgten Damen treten also nicht nur fürs rumballern dürfen ein, sondern auch dafür, dass prügelnden Eltern ihre Waffen nicht weggenommen werden. Offensichtlich ist Kinder verprügeln für diese fanatischen Waffennärrinnen nicht nur normal, sondern sogar ein besonderes Zeichen von Reife.
Dass ihnen Waffen wichtiger als Kinder sind, sieht man auch an der beharrlichen Ignoranz dieser schlichten Fakten:
In 1998, more than 10 children and teenagers, ages 19 and under, were killed with guns everyday.
In 1998, gunshot wounds were the second leading cause of injury death for men and women 10-24 years of age – second only to motor vehicle crashes.
Each year during 1993 through 1997, an average of 1,621 murderers who had not reached their 18th birthdays took someone’s life with a gun.
Über einen Link auf der WAGC Seite bin ich dann zur »Gun Control Hall of Fame« gekommen. Was sich zunächst anhört wie eine harmlose Aufzählung von Gun Control Befürwortern, entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine dermaßen menschenverachtende Aneinanderreihung von rassistischen Dumpfheiten, dass einem schlecht wird. Ein Beispiel: Sharon Stone hat 1999 ihre Waffen der Polizei übergeben und ihre Landsleute aufgefordert, es ihr gleich zu tun. Wenn man dann liest, was »Gun Control Hall of Fame« dazu zu sagen, besser gesagt: zu hetzen hat, weiß man nicht nur, was ich mit Menschenverachtung und rassistischer Dumpfheit meine, sondern wundert sich auch, dass solche unsäglichen Hitler Vergleiche, gemischt mit historischen Tatsachenverfälschungen und persönlichen Beleidigungen, ungestraft geäußert werden dürfen.
(http://vikingphoenix.com/public/gchof/sharonstone.htm)
Mir jedenfalls fehlten die Worte.
Da ich mich ausdrücklich von den Inhalten der aufgeführten Pro-Waffen Seiten distanziere, sind die entsprechenden Links nicht anklickbar und nur als Quellenangaben zu verstehen.
Zum Glück gibt es jede Menge Amerikaner/innen, die sich diffenzierter mit der Waffenproblematik auseinandersetzen, wie z.B. The Million Mom March oder The Brady Campaign to Prevent Gun Violence zeigen.
Musik | Sonntag, 10. August 2003

Entspannte Musik – gemacht für dieses Wetter.
Leben | Samstag, 9. August 2003
Lars Trebing schreibt zum Krombacher-WWF-»Regenwaldprojekt«:
»Tue ein kleines bißchen Gutes und rede so darüber, daß es wirklich jeder in Deutschland mitbekommt«: Warum das Krombacher-»Projekt« zum Himmel stinkt.
[...]
Siehe auch »Einer geht noch…«
Musik | Freitag, 8. August 2003
Ich habe gestern »La Traviata« mit Angela Gheorghiu in der Rolle der Violetta gehört und mich dabei an unsere 1994er Opernwoche in Verona erinnert.
Wir (vier Freunde) hatten damals (wie sich später herausstellte: ein wenig voreilig) fünf Opern und eine Unterkunft bei einer Bekannten in Verona gebucht. Voreilig, weil niemand daran gedacht hatte, dass zu der Zeit gerade die Fußball WM stattfand. Da sich aber Deutschland ohnehin schon nach der Vorrunde verabschiedet hatte, konnten wir’s einigermaßen verkraften.
Am Abend des Endspiels – Brasilien gegen Italien – sahen wir Tosca. Ein bisschen traurig waren wir ja schon, dass wir dieses Endspiel verpassten, aber dann setzten sich zwei italienische Paare auf die Stufe unter uns. Es war offensichtlich, dass a) auch diese vier ein wenig voreilig gebucht hatten und b) die Männer nur unter Androhung von Scheidung, Vendetta o. ä. mitgekommen waren; immerhin aber durfte einer der beiden einen Minifernseher dabei haben.
Die Marmorblöcke in der Veroneser Arena speichern tagsüber so viel Sonne, dass man es selbst spätabends nur ganz oben, auf dem äußersten Rand der Schüssel einigermaßen aushalten kann, dort regt sich zumindest ab und zu ein leises Lüftchen. Allerdings hört man dort aber auch alle Geräusche von außerhalb der Arena – und an jenem Abend besonders natürlich das hundertfache Raunen aus den geöffneten Fenstern der umliegenden Häuser, wenn z.B. mal wieder ein Schuss von Baresi danebenging. Das Raunen war für uns dann immer das Zeichen, uns vorzubeugen, um die Zeitlupenwiederholung auf dem Minifernseher des leidenden Italieners unter uns anzusehen.
Italien hat dann im Elfmeterschießen verloren, und wir haben an diesem Abend nicht nur eine wunderbare Tosca, sondern auch die wichtigsten Szenen des Endspiels Brasilien/Italien gesehen.