Das Zackzack-Rezept (6): Verpackter Heilbutt
Eigentlich veröffentliche ich hier ja nur eigene Rezepte. Bei diesem Rezept (Quickly and Easily, a Touch of Elegance) muss ich allerdings eine Ausnahme machen – es ist vom „Minimalisten“ Mark Bittman und das beste Gourmet-Fast food, das ich seit einiger Zeit gegessen habe.
Eignet sich – mit einem Stück Weißbrot – ideal als Vorspeise oder Zwischengang.
Zutaten für vier Personen
600 g Heilbutt
1 Römersalat
1 Glas Weißwein
1 Stück Butter (ca. 30 g)
Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Salatblätter abzupfen, allzu große Rippen herausschneiden (sie lassen sich dann hinterher leichter falten) und für ca. 30 Sekunden in kochendem, gesalzenen Wasser blanchieren. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Den Fisch waschen, trockentupfen und in knapp 5×5 cm große Stücke schneiden, salzen und pfeffern.
Diese Stücke nun einzeln in jeweils ein Salatblatt einwickeln.
In der Zwischenzeit in einem flachen Topf den Weißwein mit der Butter erhitzen, leicht salzen.
Die Fischpäckchen hineinlegen und zugedeckt ca. 6-8 Minuten köcheln lassen.

La dolce vita auf amerikanisch
Tipps
Statt Römersalat können Sie z. B. auch Wirsing, Weißkohl oder – wie auf dem Foto – Eisbergsalat nehmen. Wirsing oder Weißkohl sollten Sie allerdings etwas länger blanchieren.
Natürlich sind Sie auch bei der Wahl der Fischsorte völlig frei: Kabeljau, Zander, Rotbarsch etc. eignen sich ebenfalls. Achten Sie nur darauf, dass der Fisch nicht zu lange gedünstet wird, er zerfällt sonst.
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Kommentare:
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Hört sich klasse an, werds mal nachkochen.
Apropos „Gourmet Fast-Food“, die diesbezüglichen Podcasts von Gordon Ramsey aus der Times sind übrigens auch empfehlenswert.
Kannte ich noch nicht. Der Link zu „Ramsay’s fast food“ auf Food & Drink führt aber leider nur auf eine 404-Seite, und der Podcast ist offensichtlich vor einem Jahr aufgegeben worden …
klingt lecker, aber wer es nachkochen möchte, könnte sich einmal gedanken darüber machen, welchen fisch er isst, denn um den heilbutt steht es leider nicht so gut (überfischung). interessante infos für alle, die gern fisch essen, gibt es hier:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/meere/fischfuehrer2.06.pdf
mit gutem gewissen schmeckt’s ja gleich viel besser!
Das stimmt. Ich versuche ja selbst, alle in meinem Bekanntenkreis davon zu überzeugen, keinen Victoriasee-Barsch mehr zu kaufen, aber dass es mit Heilbutt, Kabeljau und Rotbarsch so schlimm aussieht, war mir nicht bewusst. In Zukunft greife ich dann tatsächlich lieber zu Pangasius, Zander oder Seelachs.
Das mit dem Fisch wollte ich auch anmahnen. Betrifft nicht nur TK-Ware aus dem Ausland, sondern auch den heimischen Fisch: Bedenkenlos kann man eigentlich nur noch Hering essen; schmeckt „grün“ – also frisch gebraten – fantastisch zu Wirsing und Bratkartoffeln. Privates Dorsche-Angeln ist hier wohlorganisiert, aber seit ca. fünf Jahren sind die Fische verdammt klein geworden…
Bei Pangasius wäre ich vorsichtig: Die hier erhältliche Ware stammt in der Regel aus Aqua-Kulturen in Asien. Da empfiehlt es sich, den Antibiotika-Spiegel im Auge u behalten.
Mein Lieblingsfisch ist übrigens der Hornfisch. Gretenreich und nur von Ende April bis Mitte Mai zu erjagen, aber unübertroffen im Geschmack.
Ich fasse also kurz zusammen: Für Fischliebhaber die ökologisch denken gibt es demnach nur eine Alternative: Keinen Fisch mehr essen. ;-)
Für Menschen, die ökologisch denken, gibt es sowiso nur eine Alternative: Nicht mehr essen!
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