Musik | Dienstag, 4. November 2003
Rickie Lee Jones und Chuck E. Weiss, 1979 (Foto: rickieleejones.com) Der meiner Meinung nach beste Popsong aller Zeiten ist »Chuck E’s In Love« von Rickie Lee Jones’ Debut Album »Rickie Lee Jones« aus dem Jahre 1979, für das sie damals einen Grammy als beste Newcomerin erhalten hat.
Viel mehr aber als dieses Album kannte ich merkwürdigerweise bis vor kurzem nicht von ihr – möglicherweise, weil sie in Europa nie so bekannt war wie z.B. Joni Mitchell und ihre Alben deshalb einfach schwerer zu bekommen waren.
Umso erfreulicher, dass ich neulich per Zufall Rickie Lee Jones’ aktuelle CD »Evening of My Best Day« gesehen habe, gleich reinhören konnte und sie anschließend gekauft habe.
So ein Knaller wie »Chuck E« ist natürlich nicht dabei, allerdings war das auch nicht zu erwarten; so etwas gelingt einem schließlich nur einmal im Leben – wenn überhaupt! Trotzdem schüttelt Rickie Lee Jones mit ihren 49 Jahren immer noch mehr Musikalität aus dem kleinen Finger als jedes dieser Pop Folk Mädels, das sich in den letzten Jahren in diesem Genre versucht hat, aus beiden Händen.
Fazit: ein enspanntes Singer-Songwriter-American-Folk-Pop-Jazz-Album, das auch politisch Stellung bezieht (gegen Bushs unsäglichen Patriots Act) und bei zwei Stücken auch noch an die besten Zeiten von Steely Dan erinnert.
Wertung: 4 Kochmützen 
(Sucht man übrigens mit Google nach Rickie Lee Jones – Chuck E’s In Love (3.60MB), findet man eine Seite mit einer Live Version des Stücks als geziptes mp3 – nicht ganz so gut wie die Studio Version, aber ganz nützlich für die, die das Stück nicht kennen oder sich nicht erinnern können.)
Eine ausgezeichnete (besser gesagt: die mit Abstand beste, die ich bis jetzt gesehen habe!) Einführung in CSS Layout und XHTML gibt es bei Hotdesign.
Auf 33 Seiten erläutern Bill Merikallio (von ihm sind die köstlichen Illustrationen) und Adam Pratt die Vorteile von CSS Layouts gegenüber Tabellenlayouts.
Dazu gibt es viele CSS-Code Beispiele, Tipps für gut strukturiertes Markup und jede Menge weiterführende Links. Für Umsteiger sicherlich ein hervorragender Einstieg in die Materie.
Update: Nachdem es offenbar zwischenzeitlich Schwierigkeiten mit der CSS Datei gab, wird die Hotdesign Seite jetzt wieder richtig dargestellt.
2
Musik | Dienstag, 4. November 2003
Ich hätte nicht mehr geglaubt, dass es noch mal so Soul Platten wie früher geben würde. (Früher waren nämlich sogar die schlechten Zeiten besser!) Bis ich Aretha Franklins »So Damn Happy« hörte, die Anfang Oktober erschien: Genau so und nicht anders muss ein perfektes Soul Album klingen. Den Titel kann man übrigens ruhig als Programm verstehen; ich jedenfalls musste von Anfang bis Ende der CD grinsen. Nicht zuletzt auch vor lauter Freude darüber, dass diese Musikspezies doch noch nicht ausgestorben ist, sondern sich offensichtlich – neben den ganzen genmanipulierten Mutationen – bester Gesundheit erfreut.
Wertung: Volle fünf Mützen! 
Leben | Montag, 3. November 2003
fragen Neuseelands Mothers Against Genetic Engineering in Food and the Environment (MAdGE) und veröffentlichen eine provokante Billboard Kampagne. Angesichts der Dinge, die sich da im Hobbitland tun, kann es meines Erachtens gar nicht provokant genug sein:
Our largest science company, AgResearch, is currently putting human genes into cows in the hope of creating new designer milks.
Und weiter:
Fonterra, New Zealand’s largest milk company recently purchased the patent rights to large amounts of human DNA from an Australian genetics company. The mothers of New Zealand would like to know exactly what our milk company are doing with this human DNA.
Ich kann nur hoffen, dass sich die wahre Patent-Inhaberin, die Natur, erfolgreich gegen absurde Gen-Experimente wehren wird.
Seit Mac OS X gibt es die Tastenkombination ⌘⌥esc, um eine Liste der aktiven Programme aufzurufen, die man von dort aus dann zwangsbeenden kann.
Seit Panther gibt es endlich auch die Möglichkeit, das Programm im Vordergrund zwangszubeenden, ohne vorher die Liste aufrufen und sie nach diesem Programm durchsuchen zu müssen: ⌘⌥⇧esc.
Weil ich nach der Installation von Mac OS X 10.3 jetzt ohnehin wieder PHP und Virtual Server aktivieren muss, bietet es sich an, gleich ein kleines Tutorial zu schreiben.
Der einfachste Weg, die httpd.conf (das ist die Konfigurationsdatei des eingebauten Apache Webservers) zu bearbeiten, ist natürlich der Texteditor BBEdit, mit dem man auch wunderbar HTML oder PHP Skripte erstellen und bearbeiten kann. Da ich allerdings nicht glaube, dass BBedit so weit verbreitet ist, beschreibe ich hier die Terminal Methode.
PHP aktivieren
Um PHP zu aktivieren, muss man zwei Zeilen in der httpd.conf auskommentieren. Dazu begeben wir uns ins Verzeichnis /etc/httpd:
cd /etc/httpd
ins Terminal tippen und die Return-Taste drücken.
Als erstes legen wir eine Sicherungskopie der httpd.conf an, damit wir notfalls, wenn etwas schiefgehen sollte, den Ursprungszustand wieder herstellen können.
sudo cp httpd.conf httpd.BAK
ins Terminal tippen und Return drücken, anschließend beim Password-Prompt das Administrator Passwort eingeben (das man bei der Eingabe nichts sieht, ist völlig normal).
Nun öffnen wir die Konfigurationsdatei im Texteditor pico:
sudo pico httpd.conf
ins Terminal tippen und Return drücken. Man kann jetzt mit den Cursortasten zeilenweise im Dokument scrollen oder mit den Tastaturkombinationen ctrl-y und ctrl-v seitenweise blättern, um die PHP-Einträge zu suchen, die wir ändern müssen.
Einfacher ist es, mit ctrl-w die Suchfunktion aufzurufen, php einzutippen und Return zu drücken. Damit gelangt man zur ersten relevanten Zeile: #LoadModule php4_module libexec/httpd/libphp4.so. Wenn man das Kommentar-Zeichen # am Anfang der Zeile entfernt, wird beim nächsten Apache Start das PHP4 Modul geladen. Dasselbe machen wir weiter unten mit der Zeile #AddModule mod_php4.c, wir entfernen auch dort das Kommentar-Zeichen am Anfang der Zeile.
Danach sichern wir die Datei mit ctrl-o und anschließender Bestätigung mit der Return-Taste.
Um zu testen, ob PHP nun aktiv ist, schreiben wir z.B. mit TextEdit eine kleine PHP Datei mit folgendem Inhalt:
<?php
phpinfo();
?>
Wir speichern diese Datei als „info.php“ (vor dem Speichern unbedingt unter dem Menü „Format“ den Menüpunkt „In reinen Text umwandeln“ anwählen) und legen sie in den Ordner /Library/WebServer/Documents. Dann öffnen wir die Systemeinstellungen, klicken auf das Modul „Sharing“, dort auf „Dienste“ und aktivieren „Personal Web Sharing“. Wenn es schon aktiviert war, müssen wir es deaktivieren und neu aktivieren, damit der Apache Webserver neu gestartet wird und unsere Änderungen in der httpd.conf übernimmt.
Dann öffnen wir einen Browser, tippen http://127.0.0.1/info.php in die Adressleiste und freuen uns an der Menge von Informationen, die uns da präsentiert wird.
Mehr Informationen zum Apache Webserver unter Mac OS X gibt’s bei O’Reilly.
Die nächste Folge beschäftigt sich mit dem Anlegen von Virtual Servern.
7