Küche | Mittwoch, 29. Oktober 2003
sind die besten, sagt man. Was ich heute wieder mal aus voller Überzeugung bestätigen kann.
Ein Kumpel, für den ich ein paar Visitenkarten gemacht hatte, brachte mir heute eine Flasche Olio Extravergine Da Agricoltura Biologica von Marco Carpineti, Cori Italia als Geschenk vorbei – mit der Empfehlung des Verkäufers, es nicht zum Kochen zu verwenden, sondern es auf frischem Brot mit Salz genießen.
Das erzeugte sofort dieses Bild von der unansehnlichen kleinen Hauptstraßen-Kneipe irgendwo im Westen Südspaniens, in der ich eines morgens vor vielen Jahren zufällig saß und fasziniert einem Bauern zuschaute, der einen See aus Olivenöl auf dem Holztisch vor sich verbreitete, den See mit Salz zu einem Meer machte, das er anschließend mit frischem Weißbrot und sichtlichem Genuss wieder trockenlegte.
Man trinkt ja, wenn man Freunde zum Essen eingeladen hat, ohne groß darüber nachzudenken ein paar Flaschen 5, 10 oder gar 15 Euro Wein (je nach Anlass), aber beim Olivenöl, das viel länger als einen Abend hält (aber einen mindestens ebenbürtigen Genuss bietet), ist man dann merkwürdigerweise doch eher geizig.
Ein großer Fehler, wie ich immer wieder betonen muss, besonders, nachdem ich gerade ein halbes Ciabatta mit dem besten Olivenöl, das ich seit Jahren in Deutschland bekommen habe, getränkt und mit Salz bestreut genossen habe.
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Für einen Blog-Eintrag mit dem Titel „Even Microsoft wants G5s“, in dem auch ein Foto von drei Paletten voll von G5s gezeigt wird, die offensichtlich an Microsoft in Redmont geliefert wurden, wurde ein Microsoft Mitarbeiter gefeuert. Michael Hanscom, der gefeuerte:
It seems that my post is seen by Microsoft Security as being a security violation. The picture itself might have been permissible, but because I also mentioned that I worked at the MSCopy print shop, and which building it was in, it pushed me over the line. Merely removing the post was also not an option – I offered, and my manager said that he had asked the same thing – but the only option afforded me was to collect any personal belongings I had at my workstation and be escorted out the door. They were at least kind enough to let me be escorted out by one of my co-workers, rather than sending security over to usher me out, but the end result is the same.
Reagiert da jemand, der ja bekanntermaßen immerhin die Office Suite für Mac OS programmiert hat, diese immer noch weiterentwickelt und möglicher- und verständlicherweise für die Mac Entwicklungsabteilung einfach nur ein paar neue Rechner brauchte, was man ja eigentlich nicht geheimhalten muss, vielleicht ein bisschen über?
Und kann man, wenn sich herausstellt, dass die privaten Internet-Seiten der Microsoft Mitarbeiter offenbar täglich auf Linientreue gecheckt werden und Abweichler – wie man sieht – gleich geschasst werden, nicht doch vom Big Brother aus Redmond sprechen und es ein bisschen mit der Angst zu tun bekommen?
via McNN
Leben | Mittwoch, 29. Oktober 2003
Die Schockwelle eines gigantischen Masse- und Strahlungsausbruchs auf der Sonne hat die Erde heute morgen um kurz vor 7 Uhr getroffen und das Erdmagnetfeld stark deformiert. Nach Angaben des GeoForschungsZentrums (GFZ) in Potsdam handelt es sich um den stärksten Sonnensturm seit 14 Jahren. Das Auftreffen der geladenen Teilchen von der Sonne verformte das Erdmagnetfeld derart heftig, dass sich Kompassanzeigen in Mitteleuropa vorübergehend um drei Grad nach Osten verschoben.
Mehr bei Heise
Leben | Mittwoch, 29. Oktober 2003
Im März 2002 erhielt ich ein Schreiben der Private Messen in Berlin GmbH, kurz PriMe genannt, die mich bat, anhand zweier beigelegter Muster – sechsseitiger Folder 21×21 cm und Plakat Din A1 – ein Angebot über den Entwurf solcher Drucksachen abzugeben. Die Ski+Schnee Messe stünde an und man brauche einen neuen Grafiker. Bei der Kalkulation solle ich berücksichtigen, dass man eine langfristige Zusammenarbeit suche und noch vier weitere Messen pro Jahr veranstalte.
Ich schickte kein Angebot, dazu hatte ich viel zu wenig Informationen (sind Fotots vorhanden, soll ein Fotograf beauftragt werden oder reicht eine Bildagentur, sind Illustrationen geplant, werden Texte geliefert oder müssen sie eingekauft werden etc. pp.), sondern eine sehr grobe Preisspanne, in der sich der Auftrag bewegen könnte, mit dem Zusatz, dass ich gerne ein detailliertes Angebot erstellen würde, falls es zu einem Briefing komme.
Ein paar Tage später rief mich Herr Münter, Projektleiter bei PriMe, an um mir mitzuteilen, dass man an einer Zusammenarbeit interessiert sei. Beim nachfolgenden ersten Treffen in den Geschäftsräumen der PriMe in der Onkel-Tom-Straße wurde ich dann nicht nur gebrieft, sondern erhielt auch gleich den Auftrag, sämtliche Kommunikationsmittel der Ski+Schnee 2002 zu gestalten. Insgesamt waren zu machen:
- Plakat Din A1
- Folder, sechsseitig, 21×21 cm, deutsch/englisch
- zwei weitere Sprachversionen des Folders, deutsch/tschechisch und deutsch/polnisch
- Einleger für die Folder in drei Sprachversionen
- Messeeinladungen, zweiseitig, in vier Sprachversionen
- Faxantwort in drei Sprachversionen
- Briefbogen
- Konferenzmappe
Nach viel Lob über meine abgelieferte Arbeit:
Nochmal ein dickes Lob für den Entwurf. Nach meiner Meinung, das dürfte es das beste Folder werden, das wir je hatten.
(Christian Münter per E-Mail am 9.4.2002)
[...] vielen Dank für Folder und Faxantworten. Sie sehen ausgezeichnet aus.
(Christian Münter per E-Mail am 23.4.2002)
schickte ich der PriMe am 7.5.2002 zwei Rechnungen, von denen – um die Geschichte mal ein wenig abzukürzen – bis zum heutigen Tage noch nicht ein einziger Cent bezahlt worden ist.
Bis zum heutigen Tage heißt: Nach
- Einschalten eines Anwalts
- Einreichen einer Klage am 4.10.2002 beim Amtsgericht Schöneberg
- einer Verhandlung am 9.1.2003, in der ein Vergleich geschlossen wurde, der vier Wochen später von der PriMe widerrufen wurde
- einer weiteren Verhandlung am 15.5.2003
- einem vollstreckbaren Urteil vom 5.6.2003, indem die PriMe zur Zahlung eines Teils des Honorars verurteilt wird
- einer ergebnislosen Kontopfändung
- der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers (der allerdings offensichtlich bis heute noch nocht tätig geworden ist)
In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es auch andere Gestalter gibt, die ähnliche Erfahrungen mit der Zahlungsmoral der Private Messen in Berlin GmbH machen durften – die Aussage eines Designers liegt mir schriftlich vor, ein zweiter ist bereit, bei Bedarf eine solche anzufertigen.
Mich haben diese Erfahrungen dazu gebracht, bei Neukunden in Zukunft immer auf der sogenannten Drittel-Regelung zu bestehen: Ein Drittel des Honorars wird fällig bei Auftragserteilung, ein Drittel bei Abnahme und das letzte Drittel nach Fertigstellung. Auf Kunden, die damit nicht einverstanden sind, kann ich gut verzichten, denn in den allermeisten Fällen sind das ohnehin immer genau die, die Schwierigkeiten beim Bezahlen machen.
Sollte allerdings der – zugegeben äußerst unwahrscheinliche – Fall eintreten, dass die PriMe mir nochmal einen Auftrag erteilt, bestünde ich auf einer Ein-Eintel Regelung: ehe nicht der volle Honorarbetrag auf meinem Konto eingegangen wäre, würde ich nicht einen einzigen Bleistiftstrich machen.
Weitere Artikel zu „Private Messen in Berlin GmbH“.
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Leben | Dienstag, 28. Oktober 2003
wäre möglicherweise ein bisschen zu hart. Aber mindestens so eine heftige Grippe, wie ich sie letzte Woche hatte, wünsche ich dem Menschen, der mir irgendwann in den vergangenen Tagen den linken Außenspiegel meines Autos abgefahren und sich anschließend verdrückt hat. Das schlechte Karma dieser Aktion wird locker ausreichen, dich dein nächstes Leben als Wurm erleben zu lassen, Depp!
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Nachdem ich Mac OS X 10.3 aka Panther jetzt seit drei Tagen benutze, kann ich es nur wärmstens weiter empfehlen. Allein Exposé lohnt die Anschaffung. Und endlich (ja, mich hat das genervt!) hat man auch die „Schließen des letzten Fensters“-Logik überarbeitet: Schließt man z.B. das Systemeinstellungen-Fenster, wird wieder, wie bei Systemen vor Mac OS X, automatisch das Programm beendet. Was sinnvoll ist, denn mit dem Programm Systemeinstellungen kann man keine neuen Dokumente erzeugen.
Was mir aber nach wie vor fehlt, ist der Zurücklegen Befehl [cmd-y] im Finder, den es unverständlicherweise seit Mac OS X nicht mehr gibt. Wenn ich an einem Projekt arbeite, ziehe ich alle relevanten Dokumente und Dateien auf den Schreibtisch. Nachdem das Projekt beendet ist, kommen alle Dateien wieder zurück in ihre Usprungsordner. Der Zurücklegen-Befehl erledigte das – für alle Dateien gleichzeitig – automatisch, unter OS X muss ich das für jede einzelne Datei per Hand machen.
Mit dem praktischen Zurücklegen konnte man auch z.B. die Preferences, die man mal eben zu Testzwecken in den Papierkorb befördert hatte, ganz einfach per [cmd-y] wieder an den Ursprungsort zurücklegen (wenn man dann festgestellt hatte, dass es doch nicht an den Prefs lag ;-), ohne dass man sich mühsam durch Ordnerhierarchien hangeln musste.
Davon abgesehen ist Panther das beste OS, das ich kenne.
Links zu Panther:
What’s New in Mac OS X 10.3 Panther
All macosxhints Panther hints
MacWorld: Panther by the Numbers
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