Am Wochenende bin ich der Anregung eines Lesers (Martin, der mich per E-Mail kontaktiert hat) gefolgt und habe meine PHP Skripts so umgeschrieben, dass die Title Tags der erzeugten Seiten, die vorher immer nur „esse est percipi“ hießen, darüber hinaus auch den Inhalt der aufgerufenen Seite beinhalten.
Ruft man z.B. die Kategorie „Film“ auf, lautet der Fenstertitel der dynamischen Seite jetzt korrekterweise „Film :: esse est percipi“ und nicht mehr nur „esse est percipi“; ruft man das Archiv des Monats September 2003 auf, steht das auch im Fenstertitel – usw.
Bleibt die Frage, ob man das “:: esse est percipi“ immer mit anhängen muss. Ich bin der Meinung man sollte es, da dadurch einzelne Seiten z.B. in einer Tab-Leiste leichter zugeordnet werden können.
Das W3C schreibt zum Thema Title Element:
Authors should use the TITLE element to identify the contents of a document. Since users often consult documents out of context, authors should provide context-rich titles. Thus, instead of a title such as „Introduction“, which doesn’t provide much contextual background, authors should supply a title such as „Introduction to Medieval Bee-Keeping“ instead.
Ganz abgesehen davon sind vernünftige Title Tags auch sehr nützlich, um beim Ranking durch Suchmaschinen weiter vorn zu liegen.
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Musik | Montag, 24. November 2003
Einerseits sollte man ja froh sein, dass sich Kurt Elling nicht auf Bewährtem ausruht, andererseits bin ich allerdings ziemlich enttäuscht von Ellings neuem Album „Man In The Air“.
Auf „Man In The Air“ gibt es nur eine Eigenkomposition – „The More I Have You“ –, alle anderen Titel sind (bis auf eine Ausnahme) ursprünglich reine Instrumentalstücke von so illustren Musikern wie z.B. Pat Metheny, Joe Zawinul oder John Coltrane, für die Elling jetzt Texte geschrieben hat.
Und die Texte seien diesmal sehr wichtig, schreibt Elling:
In some pieces, like „In The Winelight“ or „The More I Have You“, the lyricals intent will appear mor straightforward. In others, as in „Time To Say Goodbye“ or „A Secret“, I think the secrets are revealed as one moves through the pieces, coming into themselves only after the songs are complete.
Unverständlicherweise hat man sich trotzdem nicht dazu durchringen können, die Lyrics im Booklet aufzuführen – dazu muss man sich erst umständlich auf die Website von Elling bemühen.
Das Highlight der CD ist „Time To Say Goodbye“ (Real Player erforderlich) vom von mir hochverehrten Joe Zawinul, der dieses Stück 1977 für das Weather Report Album „Heavy Weather“ schrieb – dort heißt es „A Remark You Made“.
Der Rest klingt leider trotz der eigentlich guten Voraussetzungen irgendwie ziemlich uninspiriert und teilweise ein bisschen wie Jazzrock aus den 70ern.
Darüber hinaus besitzt die CD einen Kopierschutz, der es unmöglich macht, die Titel z.B. auf einen iPod zu übertragen, geschweige denn, eine Privatkopie anzufertigen.
Alles in allem kann ich keine richtige Kaufempfehlung für das neueste Album meines Lieblings-Sängers aussprechen – und deshalb gibt es auch nur drei Kochmützen.
Die nächste CD kann nur besser werden… 
Ich schrieb bereits, dass ich bei dieser Website auf die Ausnutzung von CSS Bugs der verschiedenen Browser verzichtet und stattdessen auf eine CSS-Weiche gesetzt habe. Wie wir alle wissen, hält Microsoft nämlich nicht allzuviel von Standards – und so verhalten sich auch die Browser aus diesem Hause, wenn es zum CSS-Parsing kommt. Viele Webdesigner bauen deshalb auf CSS-Hacks.
Peter-Paul Koch beschreibt in seinem hervorragenden Artikel „Keep CSS Simple“ die Gefahren von CSS-Hacks.
Five pixels too many in IE 5.5 Win2000 SP1.1beta? Use Funny Fred’s Hilarious Replaced Right-Bracket Hack!
[...]
Solving one bug by another is not my idea of keeping Web development simple, but the matter goes beyond bad coding style. These hacks are inherently unsafe.
[...]
Hacks against dead browsers are safe, but hacks against the living aren’t. None of them. Ever.
Absolut lesenswert!
Neulich schrieb ich über Dinge, die bei Websites richtig nerven. Heute habe ich ein weiteres schönes Exponat für das Un-Usability-Kabinett™ gefunden:
Wenn man artivista.de besucht, öffnet sich ein Popup-Fenster, das sogleich den gesamten verfügbaren Bildschirmplatz einnimmt. Das allein ist schon schlimm genug, hätte aber sicher keinen Ehrenplatz im Kabinett verdient. Es folgt eine Flash-Animation eines Männchens, das auf die Worte „world wide warten“ (haha!) zugeht und diese mittels eines überdimensionalen Pinsels in „world wide werben“ verwandelt. So weit, so schlecht. Ich klicke ein bisschen herum, erfahre ein bisschen dies und das, will zwischendurch das Riesen-Fenster verkleinern – aber oups, was ist das? Da fangen diese Schlawiner doch tatsächlich den window.resize ab und setzen das Fenster streng und unerbittlich sofort wieder auf Maximalgröße. Das wäre ja auch noch schöner, würde man dem User überlassen, wie groß er sein Fenster haben will.
Auch auch das hat man ja – wenngleich selten – schon gesehen. Dass aber nach jedem Verändern der Fenstergröße dieses langweilige, 23 Sekunden dauernde, nicht abbrechbare Intro mit dem „world wide warten“ (aus offenbar disziplinarischen Gründen) neu gestartet wird, hievt diese Website, die laut eigener Auskunft mit dem Web-Award 2003 in Gold ausgezeichnet wurde, sicherlich unter die ewigen Top 10 im Un-Usability-Kabinett™ des Webdesigns.
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Filme | Mittwoch, 19. November 2003
Polizistin spricht mit Opfer:
„Ich kann Ihnen helfen, aber dafür müssen Sie mir vertrauen, Herr Blablakov.“
„Isch hab Angst; den Schmitz soll isch verpfeifen…?“
Schnitt zu Täter, der von Polizist verhört wird:
„Dann mach isch ihm kalt.“
„Aha, das ist ja eine glasklare Drohung.“
„Du kannst mir garnichts, doo, das hab isch aus Versehn gesacht, das zählt vor Gericht garnichts, doo.“
Eine größere Ansammlung von Miserabilitäten habe ich im deutschen Fernsehen noch nicht gesehen: hölzerne Dialoge, grottoide Darsteller, deren schlechtes Spiel man auch damit nicht entschuldigen kann, dass es Laien sind, plattitüdenhafte Handlungsstränge, ein subunterdurchschnittliches Drehbuch usw. usf.: „Niedrig und Kuhnt“ auf Sat1.
Offensichtlich hat es nicht mehr gereicht, ein paar Polizeibeamte mit einer Handkamera zu begleiten, es musste mehr „Handlung“ her. Und so entstand eines der dümmlich-dämlichsten Formate der Fernsehgeschichte: die gespielte Dokusoap™. Aber auch diese inszenierte Peinlichkeit hat ihre Zuschauer – erschreckenderweise nicht mal wenige.
Und ich dachte bis jetzt immer, die nachmittäglichen Talkshows könnten nicht mehr unterboten werden…
Leben | Mittwoch, 19. November 2003
Heute findet das Rückspiel der EM-Qualifikation Schottland gegen Holland statt, das McBertis Mannschaft im Hinspiel 1:0 gewann. FAZ.net schreibt dazu unter anderem:
Noch mehr als ihre Vorgänger ist die heutige Oranje-Generation von Eigensinn und Disziplinlosigkeit geprägt. Allein in den letzten zwölf Monaten mußte Advocaat eine Kabinen-Schlägerei zwischen Davids und van Bommel schlichten, Ricksen nach einem Saufgelage nebst zerstörter Hoteltür aus dem Team werfen, Seedorf vom Platz holen, weil er Anweisungen mißachtete und „nur für sich selbst spielte“, und van Nistelrooy disziplinieren, weil er nach der Auswechslung beim 1:3 in Tschechien eine Flasche in Richtung des Trainers getreten und ihn als „Feigling“ beschimpft hatte.